Das Verkehrslexikon



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Kettenunfall - doppelter Auffahrunfall - Massenkaramboulagen


Kettenunfälle - darunter werden in erster Linie Auffahrunfälle mit der Beteiligung von mehr als zwei Fahrzeugen zumeist auf Autobahnen verstanden - zeichnen sich in der Regel dadurch aus, dass ihre genaue Entstehung und ihr genauer Verlauf zumeist hinterher nicht mehr exakt zu rekonstruieren sind.





Die hauptsächlichsten Behauptungen lauten:

"Ich habe noch rechtzeitig angehalten, mein Fahrzeug wurde jedoch durch den dann folgenden Auffahrunfall auf den Vordermann aufgeschoben."

"Es ist zwar richtig, dass auch ich zunächst aufgefahren bin, jedoch war dies nur ganz minimal und der eigentliche Schaden am Vorderfahrzeug ist erst durch das weitere Auffahren meines Hintermannes verursacht worden"

"Ich bin zwar auf meinen Vordermann aufgefahren, jedoch war diesem zuvor schon das gleiche passiert und schon durch den ersten Aufprall wurde an dessen Fahrzeug ein wirtschaftlicher Totalschaden verursacht, sodass mein Auffahren den eingetretenen Schaden gar nicht mehr vergrößern konnte."




Um den durch die prinzipielle Unaufklärbarkeit und trotz der zuvor genannten Einlassungen vorhandenen Beweisschwierigkeiten Rechnung zu tragen und gleichwohl zu einem vertretbaren und gerechten Schadensausgleich unter den Beteiligten zu kommen, wurde von der Rechtsprechung eine Methode gefunden, wie die Schadensaufteilung bei solcher Mehrfachbeteiligung im Regelfall zu erfolgen hat.

Von einem Kettenunfall zu unterscheiden ist die sog. Massenkarambolage; von ihr spricht man, wenn mehr als 49 Fahrzeuge beteiligt sind. Für die Regulierung solcher Massenunfälle gibt es von Seiten der Versicherungen eine vereinfachte Schadensregulierung.



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