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Ein Treuhandvertrag kann auch stillschweigend geschlossen werden, wenn das Verhalten des Treugebers bei der Anwendung der im Verkehr erforderlichen Sorgfalt nach Treu und Glauben dahin zu verstehen war, dass das überlassene Geld nur in einer seinen Sicherungsinteressen entsprechenden Weise weiterzuleiten war und das nachfolgende Verhalten des Treunehmers als Annahme des Auftrages gedeutet werden konnte. Ein solches konkludentes Treuhandverhältnis wurde bei einer Anzahlung auf ein Anwaltskonto im Rahmen eines Autokaufs begründet, wenn die Involvierung des Anwalts einen besonderen Vertrauenstatbestand schuf und die Zahlung auf dessen Konto eine besondere Sicherung der Anzahlung in Aussicht stellte. Die Pflichten aus diesem Treuhandverhältnis sind verletzt, wenn die Anzahlung ohne Bestätigung der Lieferung oder entsprechende Weisung des Klägers an den Verkäufer weitergeleitet wird. (Orientierungssatz, nicht amtlich) |