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Einschaltung eines eigenen Rechtsanwalts durch den mitbeklagten Kraftfahrzeughalter bei Vorwurf des Unfallbetruges




Gliederung:


- Allgemeines



Allgemeines:


Stichwörter zum Thema Kfz-Versicherung

Zur vorsätzlichen Herbeiführung des Versicherungsfalls

Unfallmanipulationen (Unfallbetrug - Berliner Modell) - vorsätzliche Herbeiführung des Versicherungsfalls

Die Beauftragung eines eigenen Rechtsanwalts neben dem der Versicherung im Prozess des Unfallgegners gegen Haftpflichtversicherung und Versicherungsnehmer

OLG Düsseldorf v. 10.06.2009:
Im Falle des Vorwurfs einer Unfallmanipulation gegenüber dem mitverklagten Fahrer bzw. Halter ist dessen eigene Rechtsverteidigung mit einem eigenen Rechtsanwalt nicht mutwillig. Insoweit sind die Interessen des beklagten Fahrers/Halters und des beklagten Haftpflichtversicherers nur vordergründig insoweit gleichgerichtet, als beide der Klage entgegentreten. Für den Fahrer/Halter ist die Art seiner Rechtsverteidigung, insbesondere die Frage, ob er sich einer Parteivernehmung stellen soll, bei der er unter Umständen die Begehung einer Straftat zugeben müsste, darüber hinaus von so erheblicher Bedeutung, dass ihm eine auf seine Person zugeschnittene anwaltliche Beratung nicht vorenthalten werden darf.

BGH v. 06.07.2010:
Ein Versicherungsnehmer, der sich im Verkehrsunfallprozess gegen den von seinem mitverklagten Haftpflichtversicherer gegen ihn erhobenen Vorwurf eines versuchten Versicherungsbetrugs verteidigen will, handelt nicht mutwillig im Sinne von § 114 Satz 1 ZPO, wenn er Prozesskostenhilfe für die Vertretung durch einen eigenen Anwalt begehrt, obwohl ihm der Haftpflichtversicherer als Streithelfer beigetreten ist und dessen Prozessbevollmächtigter auf diesem Wege auch für ihn Klageabweisung beantragt hat.

BGH v. 15.09.2010:
Hat der Kfz-Haftpflichtversicherer im Verkehrsunfallprozess gegen den mitversicherten und mitverklagten Fahrer den Vorwurf eines versuchten Versicherungsbetrugs (Unfallmanipulation) erhoben, so muss er den Fahrer im Rahmen seiner Rechtsschutzverpflichtung von den Kosten für die Vertretung durch einen eigenen Rechtsanwalt freihalten, obwohl er ihm als Streithelfer beigetreten ist und sein Prozessbevollmächtigter auf diesem Wege für beide Klageabweisung beantragt hat.

OLG Köln v. 28.03.2013:
Die Bestellung eines eigenen Anwalts durch den Versicherungsnehmer bei Geltendmachung des Direktanspruchs gegen den Kfz-Haftpflichtversicherer und gegen Kraftfahrzeughalter in einem gemeinsamen Rechtsstreit nach Verkehrsunfall ist im Regelfall nicht notwendig, wenn kein sachlicher Grund für die Einschaltung eines eigenen Anwalts besteht. Steht jedoch die Möglichkeit einer Unfallmanipulation im Raum, so handelt der Versicherungsnehmer grundsätzlich nicht mutwillig im Sinne von § 114 S. 1 ZPO, wenn er die Vertretung durch einen eigenen Anwalt begehrt.<

Amtsgericht Nürnberg v. 29.11.2016:
Erstattungsfähigkeit von Rechtsanwaltskosten bei Verkehrsunfällen; keine Bagatellfälle bei Fahrerflucht

BGH v. 28.04.2020:
Zur Abgrenzung von Mittäterschaft und Beihilfe bei einem Versicherungsbetrug durch Falschaussage nach einem fingierten Verkehrsunfall

OLG Hamm v. 22.11.2019:
Zur Parteianhörung des Halters nach § 141 ZPO bei Streitigkeit mit beigetretenem Krafthaftpflichtversicherer

Landgericht Aachen v. 11.01.2021:
Pflichtverteidigerbeiordnung bei ungeklärten Rechtsfragen zu § 315d Abs. 1 Nr. 3 StGB (Alleinrennen/Fluchtfall)

Landgericht Münster v. 20.09.2017:
Zum Nachweis eines verabredeten Verkehrsunfalls bei Auffälligkeiten im Event-Data-Recorder (EDR)

Landgericht Dortmund v. 25.04.2025:
Indizien für Unfallmanipulation und fehlender Nachweis des Unfallhergangs führen zur Klageabweisung

Landgericht Hagen v. 08.02.2023:
Zur Notwendigkeit der Beauftragung eines eigenen Anwalts durch Versicherungsnehmer und Fahrer bei Klage gegen Haftpflichtversicherer

OLG Nürnberg v. 11.04.2022:
Zur Zulässigkeit der Nebenintervention des Haftpflichtversicherers auf Seiten des Geschädigten bei behaupteter vorsätzlicher Schädigung durch den Versicherungsn

Landgericht Münster v. 30.08.2021:
Manipulierter Verkehrsunfall: Haftungsausschluss bei Einwilligung in die Rechtsgutsverletzung

Landgericht Detmold v. 18.10.2019:
Zur Abweisung einer Klage wegen eines manipulierten Verkehrsunfalls

Landgericht Münster v. 18.04.2019:
Zur Klageabweisung bei manipuliertem Verkehrsunfall

OLG Köln v. 20.04.2016:
Zur Erstattungsfähigkeit vorprozessualer Sachverständigen- und Ermittlungskosten bei Versicherungsbetrugsverdacht

Landgericht Bielefeld v. 15.03.2017:
Indizien für einen manipulierten Verkehrsunfall und die Anforderungen an den Indizienbeweis

Landgericht Bonn v. 24.02.2017:
Anscheinsbeweis und Indizienkette für manipulierten Verkehrsunfall

Landgericht Bochum v. 01.10.2014:
Kostenübernahme für eigenen Anwalt des Versicherungsnehmers bei Interessenkollision des Haftpflichtversicherers

OLG Köln v. 28.03.2013:
Zur Prozesskostenhilfe bei Verkehrsunfall und Manipulationsverdacht: Erforderlichkeit eines eigenen Anwalts

BGH v. 06.07.2010:
Mutwilligkeit der Prozesskostenhilfe für eigenen Anwalt bei Betrugsvorwurf durch Haftpflichtversicherer als Streithelfer

Landgericht Duisburg v. 07.11.2011:
Zum Ausschluss von Schadensersatzansprüchen bei provoziertem Verkehrsunfall und Beweislastverteilung

Landgericht Münster v. 23.04.2009:
Zum Umfang des Haftpflichtversicherungsschutzes bei Verdacht auf Versicherungsbetrug und Kosten für eigenen Anwalt des Fahrers

OLG Hamm v. 06.01.2009:
Zur Prozesskostenhilfe für den beklagten Fahrer bei Bestätigung des Unfallhergangs und Streithelfer-Behauptung der Unfallmanipulation

Amtsgericht Borken v. 01.10.2008:
Anspruch auf Freistellung von Anwaltskosten bei Verkehrsunfall und Manipulationsvorwurf durch den Haftpflichtversicherer

OLG Hamm v. 10.03.2005:
Prozesskostenhilfe des Versicherungsnehmers im Kfz-Haftpflichtprozess bei Interessengegensatz mit dem Versicherer

Saarländisches Oberlandesgericht Saarbrücken v. 18.10.2011:
Kurzkennzeichen

OLG Koblenz v. 04.10.2005:
Gestellter Unfall

OLG Koblenz v. 04.02.2005:
Repräsentantenstellung

Pfälzisches Oberlandesgericht Zweibrücken v. 14.07.2004:
Gestellter Unfall

OLG Hamm v. 22.03.2000:
Gestellter Unfall

OLG Köln v. 05.06.1998:
Abrechnung nach Gutachten

OLG Köln v. 05.03.1996:
Abkommen von Fahrbahn

Landgericht Kassel v. 18.08.2022:
Autovermietung

OLG Frankfurt am Main v. 10.05.2017:
Erstprämie

OLG Frankfurt am Main v. 06.02.2015:
"So-Nicht-Unfall"

OLG Frankfurt am Main v. 27.03.2014:
Inkompatible Schäden

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