Das Verkehrslexikon

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Prozessvergleich - Abschluss - Widerruf - Anwaltspflichten


Der Prozessvergleich hat eine Doppelnatur: Einerseits hat er materielle Wirkungen, indem er die Rechtsbeziehungen der beteiligten Parteien in Bezug auf bestimmte von ihm erfasste strittige Fragen regelt; andererseits hat er auch prozessuale Auswirkungen, indem durch ihn der Zivilrechtsstreit um eben diese und ggf. auch weitere Probleme beendet wird.

Da ein Vergleich stets gegenseitiges Nachgeben bedeutet, führt ein Vergleich in der Regel dazu, dass der Mandant "Federn lässt". Der Anwalt trägt deshalb sowohl beim Abschluss eines Vergleichs eine hohe Verantwortung, weil er vorausschauend beurteilen muss, ob ein Vergleichsabschluss für den Mandanten günstiger ist als es auf en Urteil ankommen zu lassen.

Das gleiche gilt hinsichtlich des Widerrufs eines unter Vorbehalt abgeschlossenen Prozessvergleichs. Muss der Anwalt einer Widerrufsweisung des Mandanten folgen, auch wenn er vorhersieht, dass das Prozessergebnis dann für den Mandanten noch schlechter ausfallen wird?







Gliederung:





Allgemeines:

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Widerruf des Prozessvergleichs:

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