Das Verkehrslexikon


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Tödlicher Unfall: Bis zu 10.000 € Hinterbliebenengeld




Ein tödlicher Verkehrsunfall ist für die Angehörigen eine Katastrophe. In diesem Video erfahren Sie, wann Ihnen als Hinterbliebener eine Entschädigung zusteht und wie hoch sie sein kann.

Wenn ein Mensch bei einem Verkehrsunfall ums Leben kommt, ist das für die Familie ein schwerer Schock. Neben der Trauer stellen sich schnell rechtliche und finanzielle Fragen. Viele Angehörige wissen nicht, dass sie einen eigenen Anspruch auf eine Geldentschädigung für ihr seelisches Leid haben. Dieser Anspruch, das sogenannte Hinterbliebenengeld, soll den Schmerz anerkennen, der durch den Verlust eines nahen Familienmitglieds entsteht.

Der Gesetzgeber hat diesen Anspruch in § 10 Abs. 3 des Straßenverkehrsgesetzes (StVG) verankert. Gerichte orientieren sich bei der Höhe der Entschädigung oft an einer Summe von 10.000 Euro, wie es beispielsweise das Landgericht Köln als Richtwert festgelegt hat. Die genaue Summe hängt jedoch immer von den Umständen des Einzelfalls ab, insbesondere vom Grad der Verwandtschaft und der persönlichen Bindung zum Verstorbenen. Dieser zivilrechtliche Anspruch besteht unabhängig von einem möglichen Strafverfahren gegen den Unfallverursacher wegen fahrlässiger Tötung.

Für Sie als hinterbliebener Angehöriger bedeutet das: Sie können Ihren Anspruch direkt bei der Kfz-Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers geltend machen. Diese Versicherung ist gesetzlich verpflichtet, die Entschädigung zu zahlen. Ein Fahrfehler des Verursachers führt nicht zum Verlust des Versicherungsschutzes. Der Fahrer muss sich zwar strafrechtlich verantworten, die finanzielle Regulierung für die Hinterbliebenen übernimmt aber immer die Versicherung. Um Ihre Ansprüche vollständig durchzusetzen, ist anwaltliche Hilfe ratsam.

Die Entscheidung im Volltext: Tödlicher Unfall A2 Bielefeld: Junger Mann tot – die Strafen

Häufige Fragen

Wer zahlt das Hinterbliebenengeld nach einem tödlichen Unfall?

Das Hinterbliebenengeld wird von der Kfz-Haftpflichtversicherung des Unfallverursachers bezahlt. Diese reguliert immer die zivilrechtlichen Ansprüche der Geschädigten und Hinterbliebenen.

Wie hoch ist das Hinterbliebenengeld für Angehörige?

Gerichte orientieren sich oft an einem Betrag von ca. 10.000 Euro, wie vom Landgericht Köln vorgegeben. Die genaue Höhe hängt aber vom Einzelfall ab, insbesondere von der Enge der Beziehung zum Verstorbenen.

Muss der Unfallverursacher die Entschädigung selbst zahlen?

Nein, die Entschädigung zahlt seine Kfz-Haftpflichtversicherung. Nur bei Vorsatz, Alkohol, Drogen oder Fahren ohne Führerschein kann die Versicherung das Geld vom Fahrer zurückfordern, nicht aber bei einem normalen Fahrfehler.

Kurzvideo „Tipp des Tages“ vom 03.11.2026. Sprecherstimme und Hintergrundbild sind KI-generiert; der Inhalt wurde redaktionell anhand der verlinkten Entscheidung geprüft. Keine Rechtsberatung im Einzelfall.




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