Das Verkehrslexikon


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A31 Legden: Unfall unter Cannabis – das sind die Konsequenzen




Ein Unfall unter Drogeneinfluss hat weitreichende Folgen. Dieses Video erklärt, welche Strafen drohen und was die Versicherung für den Schaden zahlt.

Ein Joint geraucht und dann einen Unfall verursacht – für Autofahrer kann das wie im Fall auf der A31 bei Legden gravierende Folgen haben. Viele sind unsicher, was nach dem Nachweis von Cannabis im Blut konkret passiert. Die Konsequenzen sind jedoch weitreichend und betreffen nicht nur den Geldbeutel, sondern vor allem den Führerschein und die Versicherung.

Die rechtliche Einordnung hängt von den Umständen ab. Schon ab einer Konzentration von 1,0 Nanogramm THC pro Milliliter Blut liegt eine Ordnungswidrigkeit vor, die mit Bußgeld und Fahrverbot geahndet wird. Eine Fahruntüchtigkeit muss dafür nicht nachgewiesen werden, wie das Bundesverfassungsgericht schon 2004 klargestellt hat (Az. 1 BvR 2652/03). Kommen drogenbedingte Ausfallerscheinungen wie Schlangenlinien hinzu, handelt es sich um eine Straftat (§ 316 StGB). Verursacht man in diesem Zustand einen Unfall, steht schnell der Vorwurf der Gefährdung des Straßenverkehrs im Raum (§ 315c StGB), was eine deutlich höhere Strafe nach sich zieht.

In der Praxis bedeutet das: Die Polizei leitet ein Ermittlungsverfahren ein und die Führerscheinstelle wird informiert. Diese ordnet fast immer eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) an, um die Fahreignung zu prüfen. Der Führerschein ist also akut in Gefahr. Wichtig beim Thema Versicherung: Die Kfz-Haftpflichtversicherung bezahlt immer den Schaden des Unfallopfers. Sie kann den Fahrer aber wegen der Drogenfahrt in Regress nehmen und bis zu 5.000 Euro von ihm zurückfordern. Auf dem Schaden des Unfallgegners bleibt man also nicht sitzen, muss aber mit einer empfindlichen Forderung der eigenen Versicherung rechnen.

Die Entscheidung im Volltext: Unfall A31: Fahrer unter Cannabis – das droht ihm jetzt

Häufige Fragen

Zahlt die Versicherung nach einem Unfall unter Cannabis?

Ja, die Kfz-Haftpflichtversicherung zahlt immer den Schaden des Unfallgegners. Sie kann aber bis zu 5.000 Euro vom unfallverursachenden Fahrer zurückfordern (Regress).

Ab wie viel THC am Steuer droht eine Strafe?

Eine Ordnungswidrigkeit mit Bußgeld und Fahrverbot liegt bereits ab 1,0 Nanogramm THC pro Milliliter Blut vor. Eine Straftat wird es, wenn drogenbedingte Ausfallerscheinungen hinzukommen.

Muss ich nach einem Cannabis-Unfall zur MPU?

Ja, in der Regel wird die Führerscheinstelle nach einem Unfall unter Drogeneinfluss die Fahreignung anzweifeln und eine Medizinisch-Psychologische Untersuchung (MPU) anordnen.

Kurzvideo „Tipp des Tages“ vom 06.11.2026. Sprecherstimme und Hintergrundbild sind KI-generiert; der Inhalt wurde redaktionell anhand der verlinkten Entscheidung geprüft. Keine Rechtsberatung im Einzelfall.




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