Das Verkehrslexikon

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Divergenzrüge - Zulässigkeit und Anforderungen




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Divergenzrüge - Zulässigkeit und Anforderungen

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Allgemeines:


VGH Mannheim v. 02.03.2009:
Wird die Rechtsprechung eines Spruchköpers später aufgegeben oder geändert, können die überholten Entschedungen und Rechtssätze nicht mehr zur Begründung einer Divegenzrüge herangezogen werden.

BVerwG v. 16.05.2013:
Unzulässig begründete Divergenzrüge zur Höhe der Mautgebühren.

OVG Bautzen v. 22.05.2014:
Der Verwaltungsgerichthof Baden-​Württemberg gehört nicht zu den in § 124 Abs. 2 Nr. 4 VwGO aufgeführten Gerichten, mithin eine „Abweichung“ von dessen Entscheidungen keinesfalls zulassungsbegründend für eine Divergenzrüge sein kann. Ungeachtet dessen liegt eine Abweichung im Sinne von § 124 Abs. 2 Nr. 4 VwGO nur vor, wenn das Verwaltungsgericht in einer Rechtsfrage anderer Auffassung ist, als sie eines der in der Vorschrift genannten Gerichte vertreten hat, also seiner Entscheidung einen (entscheidungserheblichen) abstrakten Rechtssatz zugrunde gelegt hat, der mit dem in der Rechtsprechung aufgestellten Rechtssatz nicht übereinstimmt (OVG LSA, Beschluss vom 14. Januar 2014 - 1 L 134/13 -, juris [m. w. N.]). Eine nur unrichtige Anwendung eines in obergerichtlicher bzw. höchstrichterlicher Rechtsprechung entwickelten und vom Tatsachengericht nicht infrage gestellten Rechtsgrundsatzes stellt hingegen keine Abweichung im Sinne des Zulassungsrechtes dar; insbesondere kann eine Divergenzrüge nicht gegen eine rein einzelfallbezogene, rechtliche oder tatsächliche Würdigung erhoben werden.

BVerwG v. 23.11.2016:
Eine Divergenz ist nur dann im Sinne des § 133 Abs. 3 Satz 3 VwGO hinreichend bezeichnet, wenn die Beschwerde einen inhaltlich bestimmten, die angefochtene Entscheidung tragenden abstrakten Rechtssatz benennt, mit dem die Vorinstanz einem in der Rechtsprechung des Bundesverwaltungsgerichts oder eines anderen in der Vorschrift genannten Gerichts aufgestellten ebensolchen entscheidungstragenden Rechtssatz in Anwendung derselben Rechtsvorschrift widersprochen hat. Die nach Auffassung des Beschwerdeführers divergierenden Rechtssätze müssen einander präzise gegenübergestellt werden.

BGH v. 08.06.2021:
Inhaltliche Anforderungen an eine Berufungsbegründung in einem Diesel-Fall; Vortrag neuer Angriffsmittel

OLG Köln v. 25.01.2024:
Zulassung der Rechtsbeschwerde bei Geschwindigkeitsüberschreitung: Anforderungen an Gehörsrüge und Aufklärungsrüge

OLG Düsseldorf v. 31.08.2022:
Zur Zulassung der Rechtsbeschwerde bei Geldbußen bis 250 Euro im OWi-Verfahren

BGH v. 09.06.2020:
Zur Darlegung der grundsätzlichen Bedeutung von Rechtsfragen bei der Nichtzulassungsbeschwerde; Zurechnung des Herstellerverhaltens im Kaufrecht.

BVerwG v. 07.01.2019:
Zur Darlegung der grundsätzlichen Bedeutung einer Rechtssache bei Beschwerden gegen die Nichtzulassung der Revision in Lärmschutzsachen

OLG Hamm v. 28.06.2016:
Anforderungen an die Begründung einer Sach- und Verfahrensrüge in der Rechtsbeschwerde im OWi-Verfahren

OLG Hamm v. 22.06.2016:
Zur Zulassung der Rechtsbeschwerde bei Geschwindigkeitsmessungen mit ESO ES 3.0 und individueller Messwertprüfung

Niedersächsisches Oberverwaltungsgericht v. 24.03.2003:
Screening (Drogen)

Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen v. 25.06.2001:
Aufbauseminar

Oberverwaltungsgericht des Landes Sachsen-Anhalt v. 08.09.2016:
Divergenzrüge

BVerwG v. 23.05.2013:
Divergenzrüge

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