Das Verkehrslexikon
Tinyhaus - mobile Minihäuser
Gliederung:
Einleitung:
Ein Tiny-Haus ist im straßenverkehrsrechtlichen Sinn ein Fahrzeug, wenn es auf Rädern steht und mobil im Rahmen von Transporten auf öffentlichen Wegen benutzt wird, und bedarf daher einer entsprechenden Zulassung nach der Verordnung über die Zulassung von Fahrzeugen zum Straßenverkehr (Fahrzeug-Zulassungsverordnung - FZV).
Der Transport kann auf eigenen Rädern erfolgen und ist dann als Anhänger zu betrachten. Aktuell wird es sich in der Regel um eine Einzelgenehmigung handeln. Sollte ein Hersteller allerdings ganze übereinstimmende Typenserien vertreiben, kommt auch eine allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) - auf Europa-Ebene mit entsprechender Übereinstimmungserklärung - in Betracht.
Gem. § 32 Abs. 1 Nr. 1 StVZO sind maximal
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eine Breite von 2,50 m
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eine Länge von 12,00 m
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eine Höhe von 4,00 m
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zulässig. Das zulässige Gewicht ist abhängig von der zulässigen Anhängelast, die bei „normalen“ Pkw gemäß § 42 Abs. 1 StVZO maximal 3,5 t betragen darf. Das Eigengewicht des Anhängers plus das der Ladung darf in der Summe das zulässige Anhängegewicht nicht überschreiten. Diese Anhängelast wiederum darf nicht die zulässige Gesamtmasse des Kraftfahrzeuges überschreiten (siehe hierzu auch Definitionen verschiedener Lasten des Anhängerbetriebs).
Eine umfassende Zusammenstellung zum Thema hat Rechtsanwalt René Thalwitzer - Tiny Houses (Minihäuser) – die Hürden im Straßenverkehrsrecht veröffentlicht.
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Weiterführende Links:
Zulassung von Kraftfahrzeugen und Anhängern zum öffentllichen Straßenverkehr
Anhänger
Definitionen verschiedener Lasten des Anhängerbetriebs
Stichwörter zum Thema Halten und Parken
Parken von Wohnwagen / Wohnmobil
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Allgemeines:
VG Hannover v. 01.10.2019:
Die Aufstellung eines ca. 3 qm großen und auf Rollen stehendes Mini-Hauses für Obdachlose (sog. „ittle Home“) zum Übernachten und zur Unterstellung persönlicher Habe im öffentlichen Straßenraum stellt eine straßenrechtliche Sondernutzung dar und bedarf der Erlaubnis, sofern sie nicht in Niedersachsen durch kommunale Satzung von der Erlaubnispflicht ausgenommen ist.
OLG Köln v. 04.08.2026:
Zur Abbiegeeigenschaft des Verlassens eines Kreisverkehrs und der Schrittgeschwindigkeitspflicht für LKW über 3,5 t innerorts
Amtsgericht Schleiden v. 09.09.2022:
Zur Verwertbarkeit von Wägemessungen bei nur einfacher Achsverwiegung (vorwärts) von Fahrzeugkombinationen nach geänderter Praxis
BayObLG v. 06.03.2024:
Zur Halterverantwortung und dem Nachweis des Vorsatzes bei Überladung und Mängeln am Fahrzeuggespann
OLG Köln v. 27.04.2023:
Zu den Anforderungen an den Fahrlässigkeitsvorwurf bei Überladungsverstößen
Landgericht Augsburg v. 20.01.2023:
Zum Gesamtschuldnerausgleich zwischen Halter von Zugfahrzeug und Anhänger bei Unfall; Haftung des Zugfahrzeughalters im Innenverhältnis
OLG Düsseldorf v. 27.06.2022:
Zur Fahrlässigkeit bei Überladung eines Sattelzugs und der Pflicht zur Achslastprüfung bei nahezu erreichtem Gesamtgewicht
Amtsgericht Siegen v. 27.07.2021:
Zur Rechtmäßigkeit der Sicherstellung und Begutachtung eines Fahrzeugs bei Verdacht des Erlöschens der Betriebserlaubnis
Landgericht Landshut v. 06.05.2025:
Kaskoversicherungsschutz bei Kollision zwischen Zugfahrzeug und gezogenem Wohnmobil auf schlammigem Untergrund
Landgericht Nürnberg-Fürth v. 03.05.2021:
Zum Kennzeichenmissbrauch durch Anbringen eines abgelaufenen Ausfuhrkennzeichens an einem nicht zugelassenen Anhänger
Amtsgericht Duisburg v. 11.12.2018:
Durchfahrtverbot für Lkw über 7,5 t mit Zusatz "Anlieger frei"; Anfangsverdacht bei Poliscan-Anlage
Landgericht Aachen v. 21.02.2019:
Zur Haftung der Straßenbaulastträgerin für Gebäudeschäden durch Schwerlastverkehr auf einer Anliegerstraße
OLG Schleswig-Holstein v. 05.08.2026:
Mangelhaftigkeit eines Zugfahrzeugs bei fehlender Eintragung erhöhten zulässigen Gesamtgewichts im Anhängerbetrieb
OLG Hamburg v. 03.06.2026:
Zur Höchstgeschwindigkeit von Wohnmobilen über 7,5 t und deren Abgrenzung zu PKW im Sinne der StVO
Amtsgericht Lüdinghausen v. 25.01.2016:
Verkehrssicherheit von Fahrzeugreifen: Offen liegende Kordfäden als sicherheitsrelevanter Mangel; Missachtung der Weiterfahrtsuntersagung
OLG Hamm v. 13.07.2023:
Sachmangel bei Wohnmobil mit Abschalteinrichtung: Keine drohende Betriebsuntersagung durch ausländische Genehmigungsbehörde
Oberverwaltungsgericht NRW v. 02.07.2024:
Zur Bestimmtheit eines Antrags auf Sondernutzungserlaubnis für Wahlwerbung mit PKW-Anhänger und Ermessensausübung
Landgericht Münster v. 10.03.2022:
Dieselskandal: Keine Mangelhaftigkeit eines Wohnmobils mit italienischer Typengenehmigung ohne drohende Stilllegung durch italienische Behörden
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