Das Verkehrslexikon

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Fristberechnung - Fristbeginn - Fristende




Gliederung:


- Allgemeines
- Rechtsmittel und Rechtsmittelbegründung
- Gesetzliche Feiertage
- Fahrverbotsfrist
- Sperrfrist



Allgemeines:


Die Rechtsmittelbelehrung in den verschiedenen Verfahrensarten

BGH v. 09.09.2008:
Befindet sich in den Handakten des Rechtsanwalts ein Schreiben des erstinstanzlichen Prozessbevollmächtigten mit einer unzutreffenden Angabe des Ablaufs der Berufungsfrist, darf der zweitinstanzliche Prozessbevollmächtigte die Berechnung der Berufungsfrist seinem Büropersonal nicht ohne einen deutlichen Hinweis auf die falsche Fristberechnung zur selbstständigen Erledigung überlassen.

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Rechtsmittel und Rechtsmittelbegründung:


OLG Rostock v. 28.07.2003:
§ 222 Abs. 2 ZPO bezweckt lediglich ein Hinausrücken des Fristendes für den Fall, dass derjenige, der den fristgebundenen Schriftsatz einzureichen hat, den letzten Tag der Frist wegen der Arbeitsruhe an einem Wochenende oder einem gesetzlichen Feiertag nicht zur Vornahme der fristgebundenen Handlung ausnutzen kann (RGZ 131, 107, 108). Von diesem Normzweck ausgehend, aber auch von der Logik her, kann § 222 Abs. 2 ZPO auf den Ablauf einer Frist nur einmal Anwendung finden. Darauf ob die ursprüngliche Frist an einem Wochenende oder Feiertag endete, kommt es nicht an.

BGH v. 14.12.2005:
Wird die Frist zur Begründung der Berufung oder Revision um einen bestimmten Zeitraum verlängert und fällt der letzte Tag der ursprünglichen Frist auf einen Sonntag, einen allgemeinen Feiertag oder einen Sonnabend, so beginnt der verlängerte Teil der Frist erst mit dem Ablauf des nächstfolgenden Werktages (Bestätigung BGH, 1. Juni 1956, V ZB 8/56, BGHZ 21, 43, 44).

BGH v. 15.08.2007:
Wird die Frist zur Begründung der Berufung um einen bestimmten Zeitraum verlängert und fällt der letzte Tag der ursprünglichen Frist auf einen Samstag, Sonntag oder allgemeinen Feiertag, so beginnt der verlängerte Teil der Frist erst mit dem Ablauf des nächstfolgenden Werktages (Anschluss an BGH, Beschluss vom 14. Dezember 2005, IX ZB 198/04, NJW 2006, 700). Hat das Berufungsgericht die Begründungsfrist hingegen bis zu einem konkret bezeichneten Tag verlängert, kommt es auf den Beginn der verlängerten Frist nicht an.

BGH v. 10.03.2009:
Wird die Frist zur Begründung der Berufung um einen bestimmten Zeitraum verlängert und fällt der letzte Tag der ursprünglichen Frist auf einen Samstag, Sonntag oder allgemeinen Feiertag, so beginnt der verlängerte Teil der Frist erst mit dem Ablauf des nächstfolgenden Werktags (Bestätigung von BGH, Beschluss vom 1. Juni 1956, V ZB 8/56, BGHZ 21, 43, 44; BGH, Beschluss vom 14. Dezember 2005, IX ZB 198/04, NJW 2006, 700, 701und BGH, Beschluss vom 15. August 2007, XII ZB 82/07, NJW-RR 2008, 76, 77).

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Gesetzliche Feiertage:


Feiertage und Fristberechnung - bundeseinheitlich und nur lokal geltende gesetzliche Feiertage

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Fahrverbotsfrist:


Verbüßung und Vollstreckung des Fahrverbots

Zur Berechnung der Fahrverbotsfrist

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Sperrfrist:


Die Berechnung der Sperrfrist beim Führerscheinentzug

Amtsgericht Schwelm v. 16.04.2024:
Zur Wiedereinsetzung in die Einspruchsfrist bei Analphabetismus und fehlender Kenntnis der Behörde

OLG Köln v. 07.12.2023:
Wiedereinsetzung in die Rechtsbeschwerdebegründungsfrist bei fehlender Rechtsmittelbelehrung und Verteidigerinformation

OLG Düsseldorf v. 23.05.2022:
Zur Gegenstandslosigkeit einer unbestimmten Wiedereinsetzung in den vorigen Stand durch unzuständiges Gericht

OLG Hamm v. 19.10.2021:
Prüffrist des Kfz-Haftpflichtversicherers und Verzugsbegründung bei Unfallschäden; Rechtsmittel gegen Kostenentscheidung

Verwaltungsgericht Gelsenkirchen v. 23.06.2020:
Fahrerlaubnisentzug in der Probezeit: Fehlerhafte Fristsetzung für verkehrspsychologische Beratung macht Entzug rechtswidrig

OLG Hamm v. 07.04.2020:
Unrichtige Rechtsmittelbelehrung als fehlende Belehrung im OWi-Verfahren und Wiedereinsetzung

BGH v. 01.12.2020:
Zur Kompensation rechtsstaatswidriger Verfahrensverzögerung bei der Strafzumessung und Berücksichtigung des Fahrerlaubnisentzugs

BGH v. 20.09.2022:
Zum Widerruf eines mit einem Kfz-Kaufvertrag verbundenen Verbraucherdarlehensvertrags und Leistungsverweigerungsrecht der Bank

OLG München v. 04.01.2021:
Zurückweisung der Berufung im Dieselskandal-Fall; Anforderungen an Fristverlängerung zur Stellungnahme nach § 522 Abs. 2 ZPO

Verwaltungsgericht Düsseldorf v. 01.06.2018:
Zur Auslegung der tilgungshemmenden Wirkung von Neutaten auf Alttaten nach § 65 Abs. 3 Nr. 2 S. 2 StVG

OLG Hamm v. 07.05.2018:
Beginn der Rechtsbeschwerdefrist bei Urteilsverkündung in Abwesenheit des Betroffenen und verspäteter Vorlage der Vertretungsvollmacht

BayObLG v. 23.04.2026:
Zur Verjährungsunterbrechung durch automatisierten Druck eines Anhörungsbogens bei Geschwindigkeitsüberschreitung

BGH v. 13.12.2022:
Zur Substantiierung der Entbehrlichkeit einer Fristsetzung zur Nacherfüllung vor Rücktritt vom Kaufvertrag bei Dieselskandal-Fahrzeugen.

Amtsgericht Dillingen v. 19.01.2021:
Zur einmaligen Verjährungsunterbrechung durch die erste Anhörung im Bußgeldverfahren

OLG Brandenburg v. 29.05.2026:
Aufhebung der Einstellung eines Bußgeldverfahrens mangels Begründung und Überprüfbarkeit der Verjährung

Oberverwaltungsgericht NRW v. 22.05.2024:
Verkehrsverbot für Krafträder auf Wochenenden und Feiertage: Voraussetzungen und Verhältnismäßigkeit

BVerwG v. 03.05.2013:
Einwendungsfrist für Naturschutzvereinigungen bei abweichenden Auslegungsfristen; 'Ökostern' im Bedarfsplan; Zeitpunkt artenschutzrechtlicher Maßnahmen

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