Das Verkehrslexikon

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Grundsatz eines fairen Verfahrens - Fair-Trial-Prinzip




Gliederung:


- Allgemeines
- Verfassungsrecht
- Akteneinsicht
- Beweisantrag
- Rechtsmittel
- Telefongespräch
- Terminierung




Allgemeines:


Verteidigung in Straf- und OWi-Sachen

Rechtliches Gehör

BGH v. 13.05.1996:
Für die wertende Betrachtung kann bei solchen Sachverhalten, die ihren Schwerpunkt nicht in einem Zwang, aber in der Heimlichkeit der Ausforschung des Beschuldigten haben, das in Frage stehende Vorgehen der Ermittlungsbehörden einem Verstoß gegen den nemo-tenetur-Grundsatz nahekommen. Das führt zwar nicht, wie eine diesen Grundsatz verletzende Maßnahme, von vornherein zur Unzulässigkeit des Vorgehens der Ermittlungsbehörden. Aber aus der Nähe zu dem genannten Grundsatz - damit auch der Ausstrahlung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts - sowie aus dem Rechtsstaatsprinzip und dem aus ihm hervorgehenden Grundsatz des fairen Verfahrens ergeben sich Bedenken, wenn die Ermittlungsbehörden den Beschuldigten in der zur Prüfung gestellten Weise verdeckt zu Äußerungen veranlassen.

BGH v. 09.11.2005:
Der in der ersten Hauptverhandlung unterlassene oder verspätete Widerspruch wegen Verletzung der §§ 136 Abs. 1 Satz 2, 163a Abs. 4 Satz 2 StPO oder sonstiger Belehrungspflichten aus dem Grundsatz des fairen Verfahrens kann nach Zurückverweisung der Sache durch das Revisionsgericht in der neuen Hauptverhandlung nicht mehr geltend gemacht werden.

BGH v. 18.12.2008:
Das Recht zu schweigen und das Recht, sich nicht selbst belasten zu müssen („nemo tenetur“-Grundsatz), gehören zum „Kernstück des von Art. 6 Abs. 1 EMRK garantierten fairen Verfahrens“. Gerade deshalb muss die rechtsstaatliche Ordnung Vorkehrungen in Form einer „qualifizierten“ Belehrung treffen, die verhindert, dass ein Beschuldigter auf sein Aussageverweigerungsrecht nur deshalb verzichtet, weil er möglicherweise glaubt, eine frühere, unter Verstoß gegen die Belehrungspflicht zustande gekommene Selbstbelastung nicht mehr aus der Welt schaffen zu können.

OLG Hamm v. 23.03.2016:
Wird die Verletzung des Grundsatzes des fairen Verfahrens gerügt, ist eine Darlegung erforderlich, dass ein kausaler Zusammenhang zwischen dem Verfahrensverstoß und dem Urteil konkret bestehen kann.

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Verfassungsrecht:


BVerfG v. 03.01.2001:
Der aus GG Art 2 Abs 1 iVm Art 20 Abs 3 abgeleitete Anspruch auf ein faires Verfahren verpflichtet die Gerichte, das Verfahren so zu gestalten, wie die Parteien es von ihm erwarten dürfen. - Neben der von Verfassungs wegen gebotenen fairen Verfahrensgestaltung ist auch zu berücksichtigen, dass die Justiz im Interesse ihrer Funktionsfähigkeit vor zusätzlicher Belastung geschützt werden muss. Danach muss der Partei und ihrem Prozessbevollmächtigten die Verantwortung für die Ermittlung des richtigen Adressaten fristgebundener Verfahrenserklärungen nicht allgemein abgenommen und auf unzuständige Gerichte verlagert werden.

BVerfG v. 02.09.2002:
Die Gewährleistung effektiven Rechtsschutzes durch GG Art 19 Abs 4 gebietet eine Auslegung und Anwendung der die Einlegung von Rechtsbehelfen regelnden Vorschriften, die die Beschreitung des eröffneten Rechtswegs nicht in unzumutbarer, aus Sachgründen nicht mehr zu rechtfertigender Weise erschweren. - Auch die Anforderungen an die Darlegungslast nach den für die Wiedereinsetzung in den vorigen Stand maßgeblichen Vorschriften dürfen nicht überspannt werden. Bei der Beurteilung der Zulässigkeit eines Antrags verdient im Zweifel diejenige Gesetzesinterpretation den Vorzug, die dem Bürger den Zugang zu den Gerichten eröffnet.

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Akteneinsicht:


Akteneinsicht und Aktenversendungspauschale

Akteneinsichtsrecht in die Bedienungsanleitungen, die Lebensakten und die Rohmessdaten von Messgeräten

OLG Saarbrücken v. 24.02.2016;
Zu den Voraussetzungen der Verfahrensrüge der unzulässigen Beschränkung der Verteidigung durch Versagung der Einsicht in die bei der Bußgeldbehörde zu einer Geschwindigkeitsmessung vorhandenen Messunterlagen und Messdaten.

OLG Bamberg v. 04.04.2016;
Hat sich der Tatrichter aufgrund der Beweisaufnahme in der Hauptverhandlung davon überzeugt, dass die Voraussetzungen eines sog. standardisierten Messverfahrens im Sinne der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (BGHSt 39, 291; 43, 277) eingehalten wurden, verstößt die Ablehnung eines Antrags der Verteidigung auf Einsichtnahme in die digitale Messdatei und deren Überlassung einschließlich etwaiger sog. Rohmessdaten nicht gegen die Grundsätze des fairen Verfahrens.

OLG Brandenburg v. 08.09.2016:
Es verstößt gegen den Grundsatz des fairen Verfahrens, wenn dem Betroffenen im Bußgeldverfahren verwehrt wird, Einsicht in die Wartungs- und Reparaturunterlagen des verwendeten Messgerätes zu nehmen.

OLG Oldenburg v. 13.03.2017:
Soweit es um die Frage geht, ob ein in der Hauptverhandlung durch Beschluss abschlägig beschiedener Antrag auf Herausgabe einer Kopie der Messdatei im Rahmen der Rechtsbeschwerde mit Erfolg gerügt werden kann, hält der Senat an dem im Beschluss vom 6.5.2015 genannten Grundsatz eines Anspruchs auf Zugänglichmachung der Messdatei nicht fest (Aufgabe OLG Oldenburg v. 06.05.2015:). Der Senat folgt vielmehr dem ausführlich begründeten Beschluss des OLG Bamberg (DAR 2016, 337 ff.), wonach die Ablehnung eines Antrages der Verteidigung auf Einsichtnahme in die digitale Messdatei und deren Überlassung einschließlich etwaiger so genannter Rohmessdaten nicht gegen die Grundsätze des fairen Verfahrens verstößt.

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Beweisantrag:


Der Beweisantrag in den verschiedenen Verfahrensarten

Der Beweisantrag im Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren

Der Beweisantrag im Zivilprozess

OLG Bamberg v. 20.01.2016:
Die Ablehnung eines Beweisantrages vermag nur dann einen Verstoß gegen das rechtliche Gehör zu begründen, wenn die Entscheidung auf einem Verfahrensmangel beruht, der seinen Grund in der unterlassenen Kenntnisnahme und Nichtberücksichtigung des Sachvortrages des Betroffenen hat und dadurch zugleich das unabdingbare Maß verfassungsrechtlich verbürgten rechtlichen Gehörs verkürzt wird. - Dies bedeutet, dass dies als ein Verstoß gegen den Grundsatz des fairen Verfahrens regelmäßig mit der Verfahrensrüge nach § 338 Nr. 8 StPO i.V.m. § 79 Abs. 3 OWiG geltend zu machen ist.

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Rechtsmittel:


Rechtsmittel im Strafverfahren

Rechtsmittel - insbesondere Berufung - in Zivilsachen und Fristversäumung

BGH v- 15.06.2004:
Es besteht keine generelle Fürsorgepflicht des für die Rechtsmitteleinlegung unzuständigen und vorher mit der Sache noch nicht befassten Gerichts, durch Hinweise oder geeignete Maßnahmen eine Fristversäumung des Rechtsmittelführers zu verhindern.

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Telefongespräch:


Verwertungsverbote im Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren

BGH v. 13.05.1996:
Hat eine Privatperson auf Veranlassung der Ermittlungsbehörden mit dem Tatverdächtigen ohne Aufdeckung der Ermittlungsabsicht ein auf die Erlangung von Angaben zum Untersuchungsgegenstand gerichtetes Gespräch geführt, so darf der Inhalt des Gesprächs im Zeugenbeweis jedenfalls dann verwertet werden, wenn es um die Aufklärung einer Straftat von erheblicher Bedeutung geht und die Erforschung des Sachverhalts unter Einsatz anderer Ermittlungsmethoden erheblich weniger erfolgversprechend oder wesentlich erschwert gewesen wäre.

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Terminierung:


Terminsladung

Terminsverlegung

BGH v. 06.07.1999:
Die Terminierung ist grundsätzlich Sache des Vorsitzenden und steht in dessen pflichtgemäßem Ermessen. Nicht jede Verhinderung eines gewählten Verteidigers kann zur Folge haben, dass eine Hauptverhandlung gegen den Angeklagten nicht durchgeführt werden kann. Jedoch muss seitens des Gerichts ernsthaft versucht werden, dem Recht des Angeklagten, sich in einem Strafverfahren von einem Rechtsanwalt seines Vertrauens verteidigen zu lassen, soweit wie möglich Geltung zu verschaffen, um eine Verletzung des Grundsatzes eines fairen Verfahrens zu vermeiden.

OLG Zweibrücken v. 22.05.2025:
Lange Verfahrensdauer bei Fahrverboten; Unstatthaftigkeit der Gegenvorstellung gegen Rechtsbeschwerdeentscheidung

Landgericht Köln v. 25.09.2025:
Zur Auslagenerstattung bei Verfahrenseinstellung wegen Verfolgungsverjährung durch die Verwaltungsbehörde

OLG Brandenburg v. 12.05.2025:
Voraussetzungen der Rechtsbeschwerdezulassung bei fehlenden Urteilsgründen und Gehörsrüge im OWi-Verfahren

Verfassungsgerichtshof Baden-Württemberg v. 27.01.2025:
Zugang zu Rohmessdaten und Wartungsunterlagen bei Geschwindigkeitsmessungen im OWi-Verfahren aus fairem Verfahren

BayObLG v. 05.12.2025:
Zur willentlichen Aktenvorlage durch die Staatsanwaltschaft als Verfahrensvoraussetzung im gerichtlichen Bußgeldverfahren

Verfassungsgerichtshof Baden-Württemberg v. 27.01.2025:
Zum Einsichtsrecht in Wartungs- und Reparaturunterlagen von Messgeräten im Bußgeldverfahren

Bayerisches Oberstes Landgericht v. 24.04.2024:
Zur Notwendigkeit einer formalen Rüge bei Geltendmachung einer rechtsstaatswidrigen Verfahrensverzögerung im OWi-Verfahren

BVerfG v. 21.06.2023:
Nichtannahme einer Verfassungsbeschwerde wegen verweigerter Akteneinsicht in Messdaten bei Geschwindigkeitsüberschreitung

VGH Baden-Württemberg v. 16.01.2023:
Faires Verfahren im Bußgeldverfahren: Anspruch auf Messdaten und Gerätelebensakte bei Geschwindigkeitsüberschreitung

OLG Koblenz v. 08.02.2023:
Zur Fristberechnung der absoluten Verfolgungsverjährung bei Verkehrsordnungswidrigkeiten

KG v. 31.01.2023:
Zur Verletzung rechtlichen Gehörs bei Nichtberücksichtigung einer Nachschulungsbescheinigung im Bußgeldverfahren

Amtsgericht Stadtroda v. 08.06.2023:
Zum Anspruch auf Einsicht in Messfilm/Messreihe und Bedienungsanleitung des Messgeräts im OWi-Verfahren

VGH Rheinland-Pfalz v. 22.07.2022:
Zur Reichweite von Einsichts- und Verteidigungsrechten bei standardisierten Geschwindigkeitsmessungen und dem fairen Verfahren

KG v. 02.01.2023:
Zur Zulässigkeit der Rechtsbeschwerde und dem Umfang von Informationsrechten bei geringfügigen Verkehrsordnungswidrigkeiten

BVerfG v. 25.01.2022:
Auskunftspflicht des Unternehmers bei Gefahrgutverstößen und nemo-tenetur-Grundsatz

OLG Düsseldorf v. 16.08.2021:
Wiedereinsetzung in den vorigen Stand bei verspäteter Akteneinsicht; Verletzung des rechtlichen Gehörs bei übergangenem Widerspruch gegen Beweisverwertung

OLG Jena v. 17.03.2021:
Anspruch auf Überlassung der Messserie bei Geschwindigkeitsmessungen und der Grundsatz des fairen Verfahrens

OLG Köln v. 20.07.2021:
Zum prozessualen Tatbegriff bei Betäubungsmittelhandel und anschließender Verkehrsunfallflucht zur Sicherung der Drogen

KG v. 07.01.2021:
Zur Rechtzeitigkeit des Antrags auf Messunterlagen im Bußgeldverfahren und dem Grundsatz eines fairen Verfahrens

OLG Hamm v. 11.02.2021:
Zur Kompensation einer rechtsstaatswidrigen Verfahrensverzögerung nach Urteilserlass durch Anrechnung auf das Fahrverbot

Verfassungsgerichtshof Rheinland-Pfalz v. 15.01.2020:
Akteneinsichtsrecht und faires Verfahren bei standardisierten Geschwindigkeitsmessungen (PoliScan FM1)

Bayerisches Oberstes Landgericht v. 06.07.2020:
Zur Öffentlichkeit der Hauptverhandlung bei Augenscheinseinnahme eines Geschwindigkeitsmessgeräts außerhalb des Sitzungssaals

Schleswig-Holsteinisches Oberlandesgericht v. 05.06.2019:
Zur Ablehnung der Beiziehung digitaler Messdateien im OWi-Verfahren und deren Einfluss auf rechtliches Gehör und faires Verfahren

KG v. 02.04.2019:
Zum Informationszugang des Verteidigers bei standardisierten Messverfahren und Abgrenzung zum rechtlichen Gehör (Art. 103 Abs. 1 GG)

Landgericht Kaiserslautern v. 22.05.2019:
Zur Zulässigkeit der Beschwerde gegen die Verweigerung der Herausgabe von Messdaten und Unterlagen bei Geschwindigkeitsmessungen

Landgericht Köln v. 11.10.2019:
Zum Recht auf Einsicht in digitale Falldateien und Rohmessdaten bei standardisierten Messverfahren

OLG Düsseldorf v. 17.11.2021:
Zur Aussetzung eines OWi-Verfahrens bei anhängiger Divergenzvorlage zur Einsicht in die gesamte Messreihe

KG v. 06.08.2018:
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KG v. 27.04.2018:
Einsichtsrecht des Verteidigers in Unterlagen außerhalb der Akten bei standardisierten Messverfahren im Bußgeldverfahren

Amtsgericht Wittlich v. 06.03.2019:
Kein Anspruch auf Herausgabe der 'Lebensakte' bei standardisierten Messverfahren im OWi-Verfahren

Amtsgericht Siegen v. 09.08.2018:
Kein Anspruch auf Herausgabe vollständiger Messrohdaten einer Messserie bei Geschwindigkeitsüberschreitung

Amtsgericht Daun v. 15.11.2017:
Zum Akteneinsichtsrecht in die gesamte Messserie bei Geschwindigkeitsmessungen und datenschutzrechtliche Bedenken

Amtsgericht Bayreuth v. 14.11.2017:
Zum Akteneinsichtsrecht des Verteidigers in Bußgeldverfahren bei Geschwindigkeitsüberschreitung

BGH v. 02.07.2026:
Kein Beweisverwertungsverbot bei fehlender Speicherung von Rohmessdaten bei standardisierten Geschwindigkeitsmessungen

BVerfG v. 21.06.2023:
Fehlende Speicherung von Rohmessdaten bei Geschwindigkeitsmessgeräten und faires Verfahren

OLG Düsseldorf v. 22.02.2022:
Verwertbarkeit von PoliScan FM1-Messergebnissen ohne Datenspeicherung und fehlende Bescheidungspflicht bei Verwertungswiderspruch

OLG Düsseldorf v. 16.11.2021:
Zur Zulassung der Rechtsbeschwerde bei geringer Geldbuße: Abgrenzung von rechtlichem Gehör und fairem Verfahren als Zulassungsgrund

Amtsgericht Dillingen v. 07.07.2021:
Zum Umfang der Akteneinsicht bei standardisierten Messverfahren zur Geschwindigkeitsüberschreitung und dem Fair-Trial-Grundsatz

Amtsgericht Bergisch Gladbach v. 07.05.2021:
Zur erweiterten Akteneinsicht in digitale Messdaten und den öffentlichen Schlüssel im OWi-Verfahren

Amtsgericht Leverkusen v. 08.02.2021:
Anspruch auf Einsicht in digitale Falldateien der kompletten Messreihe und zugehöriges Passwort bei Geschwindigkeitsmessung

Amtsgericht Leverkusen v. 17.11.2020:
Zur Ablehnung der Beiziehung der gesamten Messreihe bei Geschwindigkeitsmessungen wegen Eingriffs in Persönlichkeitsrechte Dritter

OLG Hamm v. 25.11.2019:
Kein Beweisverwertungsverbot bei fehlenden Rohmessdaten von Geschwindigkeitsmessungen im Ordnungswidrigkeitenverfahren

OLG Köln v. 27.09.2019:
Keine Rohmessdatenpflicht bei Geschwindigkeitsmessungen mit TraffiStar S 350; Ablehnung der Saarland-Rechtsprechung

OLG Hamm v. 23.03.2016:
Zur Darlegung eines Kausalzusammenhangs bei Rüge der Verletzung des fairen Verfahrens

BVerfG v. 04.03.2026:
Zur Verletzung des rechtlichen Gehörs bei der Feststellung einer unzulässigen Abschalteinrichtung (Diesel-Abgasskandal)

OLG Hamm v. 07.06.2022:
Zur Versagung von Rohmessdaten und dem Grundsatz eines fairen Verfahrens im OWi-Verfahren

Amtsgericht Bamberg v. 01.12.2021:
Zum Einsichtsrecht in die gesamte Messreihe bei Geschwindigkeitsverstößen nach dem BVerfG-Beschluss vom 12.11.2020

OLG Düsseldorf v. 06.04.2021:
Zum Anspruch auf Überlassung von Rohmessdaten bei Geschwindigkeitsmessungen im OWi-Verfahren

OLG Düsseldorf v. 10.03.2020:
Zur Verwertbarkeit von Messergebnissen des Traffistar S 350 ohne Rohmessdaten

BGH v. 01.12.2020:
Zur Kompensation rechtsstaatswidriger Verfahrensverzögerung bei der Strafzumessung und Berücksichtigung des Fahrerlaubnisentzugs

OLG Köln v. 27.09.2019:
Kein Anspruch auf Rohmessdaten bei standardisierten Geschwindigkeitsmessverfahren

BGH v. 05.05.2026:
Zur Verletzung rechtlichen Gehörs bei der Substantiierung eines Thermofensters im Abgasskandal

Amtsgericht Castrop-Rauxel v. 12.07.2016:
Substantiierungspflicht des Verteidigers bei Terminsverlegungsanträgen in OWi-Sachen mit Fahrverbot

BVerfG v. 23.03.2023:
Verletzung des rechtlichen Gehörs bei Überspannung der Darlegungs- und Substantiierungspflicht für Verbringungskosten im Verkehrsunfallschaden

BGH v. 14.10.2025:
Zur Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör durch Übergehen von Vortrag zu einer prüfstandsbezogenen Aufheizfunktion ('Strategie A') im Dieselskandal

BGH v. 14.07.2026:
Zur Verletzung des rechtlichen Gehörs bei der Würdigung von Vortrag zu unzulässigen Abschalteinrichtungen in Kraftfahrzeugen

BGH v. 16.06.2026:
Zur Verletzung des rechtlichen Gehörs bei der Verneinung eines substantiierten Vortrags zum Thermofenster im Diesel-Abgasskandal

OLG Köln v. 11.06.2021:
Verletzung des rechtlichen Gehörs bei Nichtberücksichtigung von Vortrag zu unzulässigen Abschaltvorrichtungen im Abgasskandal

BGH v. 11.03.2025:
Zur Verletzung des rechtlichen Gehörs durch fehlerhafte Anwendung des § 138 Abs. 3 ZPO im Dieselskandal

Amtsgericht Wuppertal v. 07.12.2015:
Zum umfassenden Einsichtsrecht des Verteidigers in vollständige digitale Messdateien (Rohmessdaten) bei Geschwindigkeitsmessungen

Amtsgericht Bergisch Gladbach v. 02.10.2015:
Zum Anspruch auf Herausgabe digitaler Messdateien (Rohmessdaten) bei Geschwindigkeitsmessungen zur Überprüfung der Richtigkeit

OLG Köln v. 18.09.2012:
Strafklageverbrauch bei Einstellung nach § 153 Abs. 2 StPO für eine prozessuale Tat, die mehrere Delikte umfasst

Amtsgericht Düsseldorf v. 16.08.2012:
Zur Angemessenheit und Kostentragung eines anthropologischen Sachverständigengutachtens zur Fahreridentifizierung im OWi-Verfahren

Amtsgericht Lüdinghausen v. 09.02.2012:
Akteneinsicht in Bedienungsanleitung von Messgeräten im Bußgeldverfahren: Urheberrecht und Zumutbarkeit der Übersendung

OLG Hamm v. 24.03.2011:
Kompensation rechtsstaatswidriger Verfahrensverzögerung im Bußgeldverfahren durch teilweises Vollstrecktgelten des Fahrverbots

BGH v. 19.10.2010:
Anforderungen an die Begründung eines Einstellungsurteils wegen Verjährung

Amtsgericht Aachen v. 02.08.2011:
Nemo tenetur-Grundsatz: Schweigen in der OWi-Hauptverhandlung bei Identitätsverwechslung kein Betrug

Oberverwaltungsgericht NRW v. 13.02.2006:
Planfeststellung einer Bundesfernstraße: Zulässigkeit des Deckblattverfahrens und Einwendungsausschluss

Pfälzisches Oberlandesgericht Zweibrücken v. 04.05.2021:
OWi-Verfahren

Hanseatisches Oberlandesgericht in Bremen v. 20.10.2023:
Rohmessdaten (Akteneinsicht)

BayObLG v. 21.03.2024:
Verfahrensrüge

KG v. 12.07.2016:
Eichung

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