Das Verkehrslexikon
Schmerzensgeldrente
Gliederung:
Allgemeines:
Personenschaden
Schmerzensgeld
BGH v. 15.05.2007:
Eine Schmerzensgeldrente kann im Hinblick auf den gestiegenen Lebenshaltungskostenindex abgeändert werden, wenn eine Abwägung aller Umstände des Einzelfalls ergibt, dass die bisher gezahlte Rente ihre Funktion eines billigen Schadensausgleichs nicht mehr erfüllt. Falls nicht besondere zusätzliche Umstände vorliegen, ist die Abänderung einer Schmerzensgeldrente bei einer unter 25% liegenden Steigerung des Lebenshaltungskostenindexes in der Regel nicht gerechtfertigt. Eine auf Abänderung einer Schmerzensgeldrente gerichtete Klage, welche auf die Steigerung der Lebenshaltungskosten gestützt wird, kann in der Regel nicht mit der Begründung abgewiesen werden, der bei der Berechnung der Rente zugrunde gelegte gesamte Kapitalbetrag des Schmerzensgeldes sei inzwischen ausbezahlt worden.
OLG Brandenburg v. 04.11.2010:
Eine Schmerzensgeldrente kann ausnahmsweise bei lebenslangen, schweren Dauerschäden angemessen sein, die der Verletzte immer wieder schmerzlich empfindet. Die Rente soll den Verletzten dabei in die Lage versetzen, seinen Beeinträchtigungen durch zusätzliche Erleichterungen und Annehmlichkeiten ihre Schwere zu nehmen. In Betracht kommt eine Schmerzensgeldrente etwa bei schweren Hirnschäden, Querschnittslähmung, den Verlust eines der fünf Sinne oder bei schwersten Kopfverletzungen. Der Höhe nach ist die Schmerzensgeldrente in einer ausgewogenen Relation zum Schmerzensgeldkapital zu setzen, wobei die Summe des sich bei einer Kapitalisierung der Rente ergebenden Betrages und das zugesprochene Kapital jedenfalls annähernd dem Betrag entsprechen müssen, der sonst für vergleichbare Verletzung zugesprochen wird.
OLG München v. 19.05.2017:
Ist die Geh- und Stehfähigkeit nur gering eingeschränkt und beträgt die Minderung der Erwerbsfähigkeit 30 %, besteht kein Anspruch auf eine Schmerzensgeldrente.
Landgericht Paderborn v. 11.11.2024:
Zur Fortgeltung einer Abfindungsvereinbarung nach Verkehrsunfall trotz Anfechtung und Wegfall der Geschäftsgrundlage
OLG Düsseldorf v. 11.06.2019:
Schmerzensgeld und Verdienstausfall nach schwerem Verkehrsunfall mit multiplen Verletzungen und langwierigen Folgen
OLG Hamm v. 17.12.2019:
Zur Prozesskostenhilfe für Schmerzensgeldrente und Haushaltsführungsschaden nach Verkehrsunfall
OLG Düsseldorf v. 12.02.2019:
Schadensersatz nach schwerem Verkehrsunfall: Bemessung von Schmerzensgeld, Verdienstausfall und Haushaltsführungsschaden
Landgericht Duisburg v. 11.07.2013:
Angemessenheit von Schmerzensgeld und Schmerzensgeldrente; Beweislast für HWS-Distorsion, Meniskus-Ruptur und PTBS nach Verkehrsunfall
OLG Düsseldorf v. 03.11.2011:
Prozesskostenhilfe bei Schmerzensgeld: Großzügigerer Maßstab als im Hauptverfahren
OLG Düsseldorf v. 11.10.2011:
Zur Bemessung von Schmerzensgeld bei Dauerschäden und Ablehnung von Rentenzahlungen für Schmerzensgeld und Haushaltsführungsschaden
OLG Düsseldorf v. 07.12.2010:
Bemessung eines hohen Schmerzensgeldes bei schwersten unfallbedingten Verletzungen nach Teilschmerzensgeld im Vorprozess
OLG Düsseldorf v. 05.10.2010:
Schadensersatz nach Verkehrsunfall: Sturz bei Ausweichmanöver zur Kollisionsvermeidung; Verdienstausfall und Haushaltsführungsschaden
Landgericht Münster v. 13.09.2006:
Zur Bemessung von Schmerzensgeld und Schmerzensgeldrente bei Querschnittslähmung nach Verkehrsunfall
OLG Düsseldorf v. 21.02.2008:
Teilschmerzensgeld
Landgericht Duisburg v. 07.01.2008:
Posttraumatisches Belastungssyndrom
OLG Frankfurt am Main v. 24.01.2013:
Umbaukosten
Landgericht Lübeck v. 07.03.2025:
Taggenaue Schmerzensgeldberechnung
OLG Frankfurt am Main v. 16.07.2020:
Taggenaue Schmerzensgeldberechnung
OLG Frankfurt am Main v. 14.04.2020:
Taggenaue Schmerzensgeldberechnung
KG v. 23.08.2023:
Taggenaue Schmerzensgeldberechnung
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