Das Verkehrslexikon

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Fahrzeugführer




Gliederung:


   Einleitung
Weiterführende Links
Allgemeines
Täteridentifikation
Fahrlehrer als Fahrzeugführer
Ausländisches Fahrzeug im Inland

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Einleitung:


Fahrzeuge sind alle Fahrzeuge, nicht nur Kraftfahrzeuge. Fahrzeugführer ist daher jeder, der ein Fahrzeug lenkt (Ausnahme: ein Fußgänger, der ein Handfahrzeug führt; auch die in § 24 StVO genannten Fortbewegungsmittel und Kinderspielzeuge sind keine Fahrzeuge).

Auch wer eine hoch- oder vollautomatisierte Fahrfunktion im Sinne des autonomen Fahrens aktiviert und zur Fahrzeugsteuerung verwendet, ist Fahrzeugführer, auch wenn er im Rahmen der bestimmungsgemäßen Verwendung dieser Funktion das Fahrzeug nicht eigenhändig steuert (§ StVG). § 23 StVO fixiert im wesentlichen die Pflichten eines Fahrzeugführers, die über die in der StVO und der StVZO niedergelegten Verhaltensmaßregeln im Verkehr hinausgehen; daß ein Fahrzeugführer fahrtüchtig sein muß, folgt aus § 2 Fahrerlaubnisverordnung.

Für die Haftung des Fahrzeugführers für Schäden, die er im Straßenverkehr verursacht, ist in § 18 StVG eine besondere gesetzliche - allerdings widerlegbare - Verschuldensvermutung geschaffen worden.

Für die Strafbarkeit ist es oft von Bedeutung, ob überhaupt ein "Führen" des Fahrzeugs vorgelegen hat.

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Weiterführende Links:


Führen eines Fahrzeugs

Fahrzeugführerhaftung

Schwarzfahrt

Pflichten des Fahrzeugführers - Zustand des Fahrzeugs

Täteridentifikation - Feststellungen zum Fahrzeugführer

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Allgemeines:


BGH v. 29.08.1974:
Haltereigenschaft allein lässt keinen Schluss auf die Täterschaft zu.

OLG Frankfurt am Main v. 22.10.2001:
Eine starke emotionale Bewegung (Teilnahme an einer Beerdigung) und die mangelnde Vertrautheit mit den technischen Besonderheiten eines Pkw rechtfertigen es nicht, bei einem Rotlichtverstoß von der Anordnung des Regelfahrverbots abzusehen (§ 2 Abs. 1 Nr. 4 BKatV).

BGH v. 20.11.2003:
Führer im Sinne des § 316a StGB ist, wer das Kraftfahrzeug in Bewegung zu setzen beginnt, es in Bewegung hält oder allgemein mit dem Betrieb des Fahrzeugs und/oder mit der Bewältigung von Verkehrsvorgängen beschäftigt ist. Daran fehlt es, sobald der Fahrer sich außerhalb des Fahrzeugs befindet, ferner, regelmäßig wenn das Fahrzeug aus anderen als verkehrsbedingten Gründen anhält und der Fahrer den Motor ausstellt.

BGH v. 23.02.2006:
Führer eines Kraftfahrzeuges ist, wer das Fahrzeug in Bewegung zu setzen beginnt, es in Bewegung hält oder allgemein mit dem Betrieb des Fahrzeugs und/oder mit der Bewältigung von Verkehrsvorgängen beschäftigt ist (BGHSt 49, 8, 14). Befindet sich das Fahrzeug nicht mehr in Bewegung, so ist darauf abzustellen, ob das Opfer als Fahrer noch mit der Bewältigung von Betriebs- oder Verkehrsvorgängen befasst ist. Dies ist, auch bei einem nicht verkehrsbedingten Halt, regelmäßig der Fall, wenn – wie hier - der Motor des Fahrzeugs noch in Betrieb ist (vgl. hierzu im Einzelnen BGH NJW 2005, 2564, 2565).

OLG Brandenburg v. 27.03.2008:
Bittet der Betroffene in seinem letzten Wort darum, von einem Fahrverbot abzusehen, so darf hieraus nicht der Schluss gezogen werden, dass er damit eingeräumt habe, der Fahrzeugführer zum Tatzeitpunkt gewesen zu sein. Diese Bitte ist als vorsorglich für den Fall der Verurteilung vorgebracht anzusehen.

BGH v. 17.11.2009:
Der Fahrer eines Kraftfahrzeugs, der nicht zugleich Halter desselben ist, muss sich die einfache Betriebsgefahr des Fahrzeugs nur dann zurechnen lassen, wenn er seinerseits für Verschulden gemäß § 823 BGB oder für vermutetes Verschulden gemäß § 18 StVG haftet.

OLG Frankfurt am Main v. 08.09.2011:
Ein Fahrzeugführer, dem auf Grund eingeschränkter Aufmerksamkeit wegen starker emotionaler Bewegung durch die Beerdigung einer nahestehenden Person ein Verkehrsverstoß unterläuft, handelt - sogar grob - fahrlässig. Wer emotional so beeinträchtigt ist, dass er seinen Pkw nicht mehr ordnungsgemäß im Straßenverkehr führen kann, darf die Fahrt erst gar nicht antreten oder muss sie gegebenenfalls unterbrechen.

AG Villingen-Schwenningen v. 16.04.2013:
Bei einem Unfall zwischen einem Kfz und einem Rettungsfahrzeug ist zu Lasten des Kfz-Führers zu berücksichtigen, dass er das mit Blaulicht und Martinshorn fahrende Rettungsfahrzeug wegen der nicht vom Schnee befreiten Heckscheibe und des in seinem Fahrzeug wegen der hochgeschalteten Lüftung herrschenden hohen Geräuschpegels nicht frühzeitig bemerken konnte. Auf Seiten des Fahrers des Rettungswagens ist zu berücksichtigen, dass dieser zwar unter Einsatz von Sonderrechten fährt, ihn dies aber nicht von der Rücksichtnahme auf andere Verkehrsteilnehmer entbindet. In einem derartigen Fall ist Schadensteilung geboten.

LG Freiburg v. 26.10.2021:
Es liegt kein Führen eines Fahrrads im Straßenverkehr i. S. d. § 316 StGB vor, wenn das Fahrrad lediglich geschoben wird.

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Täteridentifikation:


Täteridentifikation - Feststellungen zum Fahrzeugführer

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  Fahrlehrer als Fahrzeugführer:


Der Fahrlehrer als Fahrzeugführer

Fahrschule / Fahrlehrer / Fahrschüler

Funktelefon - Handy-Benutzung - Gebrauch des Mobiltelefons

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  Ausländisches Fahrzeug im Inland:


Ausländisches Kfz im Inland

BGH v. 19.07.2022:
Notwendige Feststellungen bei Verurteilung wegen verbotenen Kraftfahrzeugrennens; Absehen von der Maßregelanordnung

Amtsgericht Marburg v. 24.01.2022:
Zur Kostenauferlegung bei Parkverstoß in Umweltzone nach § 25a StVG, wenn Fahrer nicht ermittelbar ist

OLG Köln v. 07.06.2019:
Zur Kontrollpflicht des Fahrers bei Geschwindigkeitsassistenzsystemen und Zulassung der Rechtsbeschwerde bei geringer Geldbuße

BGH v. 05.12.2023:
Voraussetzungen des räuberischen Angriffs auf Kraftfahrer (§ 316a Abs. 1 StGB) bei Straßenblockade und späterer Gewaltanwendung

BGH v. 27.04.2017:
Räuberischer Angriff auf Kraftfahrer (§ 316a StGB): Zur Auslegung von „Führer eines Kraftfahrzeugs“ und „Ausnutzen der besonderen Verhältnisse des Straßenverkeh

OLG Hamm v. 02.03.2018:
Zur Haftung bei Kollision eines Pedelec-Fahrers auf einem Fußgängerüberweg mit einem Kraftfahrzeug und der Reaktionspflicht.

Verwaltungsgericht Aachen v. 04.05.2023:
Fahrtenbuchauflage nach Nötigung im Straßenverkehr bei Aussageverweigerung des Halters

Amtsgericht Kamen v. 28.02.2023:
Wiederholtes vorsätzliches Fahren ohne Fahrerlaubnis: Gesamtfreiheitsstrafe und Sperre für die Erteilung einer neuen Fahrerlaubnis

Landgericht Memmingen v. 15.09.2023:
Haftungsausschluss nach § 8 Nr. 2 StVG bei Eingriff des Beifahrers ins Lenkrad

Oberverwaltungsgericht NRW v. 03.06.2022:
Fahrtenbuchauflage: Anforderungen an die Prüfung eines Verkehrsverstoßes und Mitwirkungspflicht des Halters bei Bestreiten

Verwaltungsgericht Aachen v. 08.04.2020:
Ausnahme vom Mindestalter für unbegleitetes Fahren (Streckenführerschein): Ermessen und Härtefallprüfung bei Pendlerzeiten.

Landgericht Detmold v. 09.05.2022:
NEEDS_REVIEW: Titelzeile fehlt

OLG Hamm v. 04.05.2018:
Anforderungen an die Darlegung einer Einsatzfahrt nach § 35 Abs. 5a StVO und die Zurückweisung verspäteten Vorbringens.

Amtsgericht Köln v. 17.02.2017:
Zur Kontrollpflicht des Kraftfahrers bei OBU-Fehlfunktion und Nichtzahlung der Maut

Verwaltungsgericht Münster v. 13.12.2016:
Entfernung aus dem Beamtenverhältnis wegen wiederholten Fahrens ohne Fahrerlaubnis und privater Dienstwagennutzung

OLG Hamm v. 05.05.2026:
Zum gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr durch Abschütteln einer sich am Fahrzeug festklammernden Person

Landgericht Köln v. 06.03.2018:
Zur Einordnung einer Elektroameise als Kraftfahrzeug im Sinne des § 1 Abs. 2 StVG und Haftung bei Unfall

Landgericht Hagen v. 09.12.2025:
Zur Verhältnismäßigkeit einer Durchsuchung nach einem Motorradhelm zur Fahreridentifizierung bei Geschwindigkeitsüberschreitung

Amtsgericht Schmallenberg v. 19.02.2025:
Zur Nötigung im Straßenverkehr durch gefährliches Abbiegemanöver mit erzwungener Gefahrenbremsung und Fahrverbot

OLG Hamm v. 22.01.2025:
Haftung der Kfz-Haftpflichtversicherung bei Suizid des Fahrers durch Betreten der Fahrbahn

OLG Köln v. 18.08.2023:
Haftung bei Verkehrsunfall Pkw und Straßenbahn: Fahrerhaftung (BGB), Betreiberhaftung (HaftpflG), Mitverschulden

Amtsgericht Aachen v. 24.06.2021:
Zur fahrlässigen Körperverletzung und unerlaubtem Entfernen vom Unfallort nach einem Verkehrsunfall

Amtsgericht Köln v. 07.09.2022:
Gesamtstrafe wegen Betruges, vorsätzlicher Körperverletzung und Fahrens ohne Fahrerlaubnis

Amtsgericht Bonn v. 27.04.2021:
Zum gewerbsmäßigen Betrug in zwei Fällen und Fahren ohne Fahrerlaubnis mit Bewährungsstrafe

Amtsgericht Köln v. 14.09.2012:
Zur eigenständigen Pflicht des Kraftfahrers zur Mautzahlung bei Zusage einer Drittperson

Amtsgericht Herne v. 24.11.2011:
Fahrlehrer als Fahrzeugführer bei Mobiltelefonnutzung auf dem Beifahrersitz während einer Ausbildungsfahrt

OLG Hamm v. 14.02.2008:
Zur Verantwortlichkeit des Beförderers für fehlende Gefahrgutpapiere und die Abgrenzung der Pflicht zur Fahrerausbildung nach GGVSE

Verwaltungsgericht Minden v. 09.01.2008:
Fahrtenbuchauflage nach Geschwindigkeitsüberschreitung und nicht feststellbarem Fahrzeugführer

Amtsgericht Düsseldorf v. 27.03.2007:
Haftung bei Kollision auf Tankstellengelände; Anforderungen an den "Idealfahrer"

Oberverwaltungsgericht NRW v. 05.10.2005:
Zur Mitwirkungspflicht des Fahrzeughalters bei der Fahrerermittlung nach Verkehrsverstoß und der Zweiwochenfrist

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