Das Verkehrslexikon

A     B     C     D     E     F     G     H     I     K     L     M     N     O     P     Q     R     S     T     U     V     W     Z    

Streitwert - Gegenstandswert - Rechtsmittelbeschwer




Gliederung:


-   Allgemeines
- Berufliche Fahrzeugnutzung
- Fahrtenbuchauflage
- Nebenintervention
- Berufungssumme / Beschwer
- Herausgabe Kfz-Brief
- Herausgabe Leasingfahrzeug
- Taxikonzession
- Versicherungsregress
- Verweis auf günstigere Fachwerkstatt
- Vorprozessuale Anwaltskosten
- Unkostenpauschale
- Zwangsgeld
- Kostenfestsetzungsverfahren
- Verwaltungsverfahren



Allgemeines:


Stichwörter zum Thema Verfahresnkosten - Prozesskosten

Stichwörter zum Thema Rechtsanwaltsgebühren

Stichwörter zum Thema Zivilprozess

Beschlüsse im Zivilprozess

BGH v. 13.04.1970:
Grundsatzentscheidung zum Streitwert in der Unfallregulierung und zum Vergleichsabschluss durch Akzeptanz einer "Abrechnung"

LG Berlin v. 09.05.2005:
Auch wenn Rechtsanwaltsgebühren, die nach der Vorbemerkung 3 Abs. 4 S. 1 des Vergütungsverzeichnisses (Anlage 1 zu § 2 Abs. 2 RVG) nicht auf die Verfahrensgebühr des gerichtlichen Verfahrens angerechnet werden, in einem Rechtsstreit mit einem eigenen Sachantrag geltend gemacht werden, handelt es sich um eine Nebenforderung i.S. von § 4 Abs. 1 ZPO, die bei der Streitwertberechnung nicht zu berücksichtigen ist.

OLG Köln v. 16.02.2006:
Die vorgerichtlichen Anwaltskosten bestimmen sich im Außenverhältnis nach dem Gegenstandswert, der der berechtigten Schadensersatzforderung entspricht.

BGH v. 30.01.2007:
Vorprozessual aufgewendete Kosten zur Durchsetzung des im laufenden Verfahren geltend gemachten Hauptanspruchs wirken nicht werterhöhend unabhängig davon, ob diese Kosten der Hauptforderung hinzugerechnet werden oder neben der im Klagewege geltend gemachten Hauptforderung Gegenstand eines eigenen Antrags sind.

BGH v. 13.02.2007:
Im Verkehrsunfallhaftpflichtprozess sind die neben anderen Schadenspositionen eingeklagten Kosten eines vorprozessual eingeholten Sachverständigengutachtens und die Unkostenpauschale regelmäßig keine Nebenforderungen, die bei der Berechnung des Streitwerts und der Beschwer außer Betracht bleiben.

BGH v. 17.02.2009:
Geltend gemachte vorprozessuale Anwaltskosten sind als streitwerterhöhender Hauptanspruch zu berücksichtigen sind, wenn und soweit der geltend gemachte Hauptanspruch übereinstimmend für erledigt erklärt worden ist. Entsprechendes gilt auch für den Fall, in dem sich die nicht anrechenbaren vorprozessualen Anwaltskosten auf einen Teil des ursprünglich geltend gemachten Anspruchs beziehen, der von der Beklagtenseite vorprozessual ausgeglichen wurde und deshalb nicht Gegenstand des Rechtsstreits geworden ist.

OLG Hamm v. 08.06.2012:
Ein Verweisungsbeschluss des Amtsgerichts an das Landgericht entfaltet keine Bindungwirkung, wenn er auf einem falschen Sachverhaltsverständnis des geltend gemachten Schmerzensgeldanspruchs beruht und somit zu einer falschen Wertbestimmung geführt hat.

- nach oben -



Berufliche Fahrzeugnutzung:


OLG Hamburg v. 15.11.2017:
Abweichend von seiner bisherigen Streitwertfestsetzungspraxis und abweichend von den Empfehlungen in den Nr. 46.1 bis 46.10 des Streitwertkatalogs für die Verwaltungsgerichtsbarkeit legt das Beschwerdegericht nunmehr in Hauptsacheverfahren, die die Entziehung oder den Widerruf einer Fahrerlaubnis betreffen, den zweifachen Auffangwert des § 52 Abs. 2 GKG (juris: GKG 2004)(also 10.000,-- Euro), sofern es sich um eine von einem Kraftfahrer, dessen berufliche Tätigkeit maßgeblich durch die Nutzung eines Kraftfahrzeugs geprägt ist, ausgenutzte Fahrerlaubnis handelt, und in allen übrigen Fällen den einfachen Auffangwert des § 52 Abs. 2 GKG (juris: GKG 2004) (also 5.000,-- Euro) zugrunde.

- nach oben -



Erledigungserklärungen:


VGH München v. 25.11.2014:
Auf die Höhe des Streitwerts und der zu erhebenden Gebühren haben die von den Verfahrensbeteiligten in der mündlichen Verhandlung insoweit abgegebenen übereinstimmenden Erledigungserklärungen keinen Einfluss. Die Verfahrens- und Terminsgebühren des Prozessbevollmächtigten der Klägerin sind bereits in voller Höhe angefallen. Auch die Gerichtsgebühren gemäß § 3 Abs. 2 GKG i.V.m. Anlage 1 Nr. 5110 sind aufgrund der Erledigungserklärungen nicht zu ermäßigen, da das Verwaltungsgericht eine Kostenentscheidung getroffen hat und diese weder auf einer zuvor mitgeteilten Einigung der Beteiligten noch auf der Kostenübernahmeerklärung eines Beteiligten beruht.

- nach oben -



Fahrtenbuchauflage:


VGH München v. 25.11.2014:
Der Streitwert für das erstinstanzliche Hauptsacheverfahren wegen einer Fahrtenbuchauflage beträgt nach Nr. 46.11 des Streitwertkatalogs für die Verwaltungsgerichtsbarkeit in der 2013 aktualisierten Fassung und ständiger Rechtsprechung des Senats 400,- Euro je Monat.

- nach oben -



Nebenintervention:


BGH v. 11.12.2012:
Der Streitwert einer durchgeführten Nebenintervention stimmt mit dem Streitwert der Hauptsache überein, wenn der Nebenintervenient im Prozess die gleichen Anträge stellt wie die von ihm unterstützte Partei.

- nach oben -



Berufungssumme / Beschwer:


BGH v. 09.11.2004:
Übersteigt die Beschwer der in erster Instanz unterlegenen Partei die Wertgrenze des § 511 Abs. 2 Nr. 1 ZPO, so kann grundsätzlich erst auf der Grundlage des in der mündlichen Berufungsverhandlung gestellten Antrags entschieden werden, ob der Wert des Beschwerdegegenstands die Berufungssumme erreicht. Ein zunächst beschränkter Berufungsantrag, der die Berufungssumme unterschreitet, kann bis zum Schluss der mündlichen Verhandlung vor dem Berufungsgericht erweitert werden, soweit die Erweiterung von der fristgerecht eingereichten Berufungsbegründung gedeckt ist (Bestätigung von BGH, 22. Dezember 1953, V ZR 6/51, BGHZ 12, 52, 67; BGH, Beschluss vom 8. Oktober 1982, V ZB 9/82, NJW 1983, 1063). Das gilt auch für den Fall, dass die Berufung zugleich mit ihrer Einlegung begründet und dabei ein Berufungsantrag angekündigt wird, mit dem die in erster Instanz abgewiesene Klage nur teilweise weiterverfolgt wird.

BGH v. 16.10.2007:
Die Berufung ist nach § 522 Abs. 1 Satz 2, § 522 Abs. 1 Satz 1, § 520 Abs. 3 Satz 2 Nr. 2, § 511 Abs. 2 Nr. 1 ZPO als unzulässig zu verwerfen, wenn der Berufungskläger zwar einen Berufungsantrag angekündigt hat, der die Berufungssumme erreicht, die Berufung aber bis zum Ablauf der Berufungsbegründungsfrist nur hinsichtlich eines Teils der beantragten Abänderung des angefochtenen Urteils, der die Berufungssumme nicht erreicht, in einer den Anforderungen des § 520 Abs. 3 Satz 2 Nr. 2 ZPO genügenden Weise begründet hat.

BGH v. 26.10.2010:
Bei der Bestimmung des Werts des Beschwerdegegenstandes gemäß § 511 Abs. 2 Nr. 1 ZPO hat das Berufungsgericht ergänzenden Vortrag der Parteien zu diesem Wert in Erwägung zu ziehen. Hat das Erstgericht die auf Schadensersatz nach einem Verkehrsunfall gerichtete Klage hinsichtlich eines Feststellungsantrags abgewiesen, kann der Wert des Beschwerdegegenstandes auch durch ausreichend konkret dargelegte Schadenspositionen bestimmt sein, die erstinstanzlich nicht in Ansatz gebracht wurden oder im Raum standen, sofern im Fall einer Verurteilung die Haftung der Beklagten auch für diese Positionen festgestellt würde. Hat das erstinstanzliche Gericht keine Veranlassung gesehen, die Berufung nach § 511 Abs. 4 Satz 1 ZPO zuzulassen, weil es den Streitwert auf über 600 € festgesetzt hat, und hält das Berufungsgericht diesen Wert für nicht erreicht, muss es die Entscheidung darüber nachholen, ob die Voraussetzungen für die Zulassung der Berufung nach § 511 Abs. 4 Satz 1 Nr. 1 ZPO erfüllt sind.

BGH v. 07.12.2010:
Ist eine Partei zusammen mit einer anderen Partei als Gesamtschuldner verurteilt worden, entfällt ihre Beschwer nicht schon dadurch, dass die andere Partei den Urteilsbetrag zahlt.

BGH v. 05.04.2011:
Soweit das Erstgericht die Klage wegen eines Anspruchs auf Erstattung vorgerichtlicher Anwaltskosten abgewiesen hat, bleibt der Wert dieser Forderung bei der Berechnung des für die Berufung des Beklagten maßgeblichen Beschwerdewerts (§ 511 Abs. 2 Nr. 1 ZPO) unberücksichtigt.

BGH v. 26.10.2011:
Beim Streit über das Bestehen einer Rechtsschutzversicherung bemisst sich die Beschwer zunächst nach dem 3,5-fachen Wert der Jahresprämie abzüglich eines Feststellungsabschlags von 20% (vgl. allgemein Senatsbeschluss vom 1. Dezember 2004 IV ZR 150/04, VersR 2005, 959). Der Streitwert einer Klage auf Feststellung der Gewährung von Deckungsschutz aus einer Rechtsschutzversicherung richtet sich gemäß § 3 ZPO grundsätzlich nach den voraussichtlichen durch die gerichtliche oder außergerichtliche Wahrnehmung der rechtlichen Interessen des Versicherungsnehmers entstehenden Kosten, deren Übernahme durch den Versicherer er erstrebt, ebenfalls abzüglich eines Feststellungsabschlags von 20%.

BGH v. 27.03.2012:
Wird mit der Berufungsbegründung ein Berufungsantrag angekündigt, mit dem die in erster Instanz abgewiesene Klage nur teilweise weiterverfolgt wird, und wird dabei die Berufungssumme unterschritten, kann der Berufungsantrag bis zum Schluss der mündlichen Verhandlung vor dem Berufungsgericht nur erweitert werden, soweit die Erweiterung von der fristgerecht eingereichten Berufungsbegründung gedeckt ist.

BGH v. 08.05.2012:
Bestehen Zweifel, ob der Wert des Beschwerdegegenstandes 600 € übersteigt, hat der Rechtsanwalt den für seinen Mandanten sichersten Weg zu beschreiten, selbst wenn dies zu der Notwendigkeit führt, zwei Rechtsbehelfe (hier: Berufung und Anhörungsrüge) parallel anhängig zu machen.

BGH v. 29.10.2013:
Der Beschluss, mit dem die Berufung verworfen wird, weil die Berufungssumme nicht erreicht ist, muss die Feststellungen enthalten, die das Rechtsbeschwerdegericht in die Lage versetzen zu überprüfen, ob das Berufungsgericht die Grenzen des ihm von § 3 ZPO eingeräumten Ermessens überschritten oder rechtsfehlerhaft von ihm Gebrauch gemacht hat; andernfalls ist er nicht mit den nach dem Gesetz erforderlichen Gründen versehen und im Rechtsbeschwerdeverfahren schon deshalb aufzuheben.

BGH v. 20.05.2014:
Nicht zuerkannte Kosten für die Einholung einer Deckungszusage können der Beschwer nur hinzugerechnet werden, soweit die zugrunde liegende Hauptforderung nicht mehr Prozessgegenstand ist (im Anschluss an Senatsbeschlüsse vom 8. Mai 2012, VI ZB 1/11, VersR 2012, 1272 Rn. 7 mwN und VI ZB 2/11).

- nach oben -



Herausgabe Kfz-Brief:


OLG Düsseldorf v. 14.03.2011:
Der Streitwert einer Klage, die auf Herausgabe eines Kraftfahrzeugbriefes gerichtet ist, bestimmt sich nach dem Interesse des Klägers an der Herausgabe des Briefes. Dessen Wert ist nach § 3 ZPO vom Gericht nach freiem Ermessen zu schätzen. Dabei ist maßgebend, ob durch die Zurückhaltung des Briefes eine erhebliche Gefährdung der Vermögensinteressen des Klägers eingetreten ist. Unter Berücksichtigung dieser Grundsätze ist ein Streitwert von 2.800,00 EUR, der 34 % des kalkulierten Fahrzeugrestwerts entspricht, angemessen.

- nach oben -



Herausgabe Leasingfahrzeug:


OLG München v. 18.06.2015:
Für den Anspruch auf Herausgabe einer Leasingsache, der neben § 985 BGB auf einer entsprechenden Anwendung von §§ 535, 546 BGB beruht, findet nicht § 41 Abs. 2 GKG, sondern § 6 ZPO Anwendung, wenn beide Parteien davon ausgehen, dass die Leasingsache während der Leasingzeit nicht an Wert verliert und beide Vertragsparteien an dem zu erwartenden Erlös beteiligt werden sollen. - Zwischen dem auf Herausgabe eines Leasingfahrzeugs nach Vertragsbeendigung gerichteten Hauptantrag des Leasinggebers und dem auf Übereignung des Leasingfahrzeugs gerichteten Widerklageantrag des Leasingnehmers aus einer mündlichen Abrede besteht keine wirtschaftliche Identität, so dass eine Wertaddition stattfindet.

- nach oben -



Taxikonzession:


Die Erteilung, Verlängerung und der Widerruf von Taxigenehmigungen - Taxikonzessionen

OVG Münster v. 01.10.2015:
In Klageverfahren gerichtet auf die Erteilung einer Genehmigung zum Gelegenheitsverkehr mit Taxen ist ein Streitwert von 15.000 Euro pro beantragter Genehmigung zu Grunde zu legen (§§ 52 Abs. 1, 53 Abs. 2 GKG (juris: GKG 2004) i. V. m. Nr. 47.4 und Nr. 1.5 des Streitwertkatalogs für die Verwaltungsgerichtsbarkeit 2013). In Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes ist er zu halbieren, weil sich die Vorwegnahme der Hauptsache durch einen Antrag auf einstweilige Anordnung gemäß § 123 VwGO regelmäßig nur auf einen vorübergehenden Zeitraum bezieht und deshalb nicht die Zugrundelegung des vollen Wertes des Hauptsacheverfahrens rechtfertigt.

- nach oben -



Versicherungsregress:


OLG Saarbrücken v. 04.04.2013:
Der Gegenstandswert für die außergerichtlichen Rechtsanwaltskosten des Geschädigten ist bei teilweiser Leistungsfreiheit des Versicherers und Ausübung des Verweisungsprivilegs nach Beauftragung des Rechtsanwalts nicht um den Betrag zu kürzen, in dessen Höhe der Versicherer leistungsfrei ist.

- nach oben -



Verweis auf günstigere Fachwerkstatt:


Stundenlohnsätze - Stundenverrechnungssätze einer Fachwerkstatt - Unverbindliche Preisempfehlungen - UPE

AG Dortmund v. 27.09.2016:
Für den Streitwert im Verhältnis zur ggf. erstattungspflichtigen Gegenpartei ist nicht die geltend gemachte Forderung maßgeblich, sondern der Betrag, der sich letztlich als begründet herausstellt. Dabei ist es egal, ob der Anspruch sich deshalb reduziert weil im Laufe des Verfahrens eine Haftungsquote zu berücksichtigen war oder weil sich im Laufe des Verfahrens herausstellt, dass der materielle Schaden vom Kläger zu hoch beziffert war. Die s gilt auch im Fall des wirksamen Nachweises einer günstigeren Fachwerkstatt.

- nach oben -



Vorprozessuale Anwaltskosten:


Gegenstandswert für die vorprozessuale Unfallschadenregulierung

- nach oben -



Unkostenpauschale:


BGH v. 11.03.2008:
Die im Verkehrsunfallhaftpflichtprozess neben anderen Schadenspositionen eingeklagte Unkostenpauschale ist regelmäßig keine Nebenforderung im Sinne des § 4 Abs. 1 ZPO ist, die bei der Berechnung des Streitwertes und der Beschwer außer Betracht bleiben kann.

- nach oben -



Zwangsgeld:


OVG Münster v. 23.12.2014:
In selbständigen Zwangsvollstreckungsverfahren ist von der Höhe des festgesetzten Zwangsgeldes auszugehen (Nr. 1.7.1 Satz 1 des Streitwertkatalogs 2013), was zu einem Streitwert im Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes von einem Viertel des Betrags, führt (vgl. Nr. 1.5 Satz 1 des Streitwertkatalogs 2013). Hinsichtlich einer in einem Bescheid vom gleichfalls verfügten Androhung eines Zwangsgeldes ist von der Hälfte dieses Betrages auszugehen (vgl. Nr. 1.7.1 Satz 2 des Streitwertkatalogs 2013); wegen des vorläufigen Charakters des Verfahrens ist dieser Betrag weiter zu halbieren. Hinsichtlich eines ebenfalls angefochtenen Gebührenbescheids ist in diesem Verfahren des vorläufigen Rechtsschutzes ein Viertel des Gebührenbetrags in Ansatz zu bringen (vgl. § 52 Abs. 3 Satz 1 GKG (juris: GKG 2004) und Nr. 1.5 Satz 1 des Streitwertkatalogs 2013).

- nach oben -



Kostenfestsetzungsverfahren:


BGH v. 16.11.2010:
Nicht Gegenstand eines Kostenfestsetzungsantrags bildende Kosten können mit der sofortigen Beschwerde nur dann geltend gemacht werden, wenn das Rechtsmittel unabhängig von der Anspruchserweiterung zulässig ist. Andernfalls sind sie zur nachträglichen Festsetzung anzumelden.

OLG Koblenz v. 26.05.2015:
Wird im Beschwerdeverfahren der Kostenfestsetzung kein konkreter Antrag formuliert, ist das Rechtsschutzziel durch Auslegung zu ermitteln. Ergibt die Auslegung, dass die angefochtene Entscheidung nach dem Inhalt der Beschwerdebegründung keinen Fehler zum Nachteil des Rechtsmittelführers enthält, ist die Sache mangels Erreichen des Beschwerdewertes in die erste Instanz zu dort abschließender Entscheidung zurückzugeben.

- nach oben -



Verwaltungsverfahren:


Streitwert in Verwaltungsverfahren und Verwaltungsstreitsachen

Oberverwaltungsgericht NRW v. 19.06.2026:
Zur Nachvollziehbarkeit der Behauptung unbewussten Betäubungsmittelkonsums und behördlicher Aufklärungspflichten

Verwaltungsgericht Aachen v. 29.11.2024:
Zur sofortigen Vollziehung einer Fahrtenbuchauflage und die Anforderungen an deren Begründung

Oberverwaltungsgericht NRW v. 15.08.2022:
Streitwert bei Fahrtenbuchauflagen im vorläufigen Rechtsschutz

Amtsgericht Augsburg v. 02.02.2023:
Merkantiler Minderwert: Keine Herausrechnung der Mehrwertsteuer bei Vorsteuerabzugsberechtigung

Landgericht Amberg v. 18.05.2022:
Gegenstandswert für Rechtsanwaltsgebühren bei Einziehung des Führerscheindokuments nach Fahrerlaubnisentzug

Verwaltungsgericht Minden v. 10.01.2022:
Inzidente Prüfung der Rechtmäßigkeit einer Gutachtenanordnung bei Kostenbescheid für verkehrsmedizinisches Gutachten

Landgericht Nürnberg-Fürth v. 30.12.2021:
Berücksichtigung eines höheren Restwertangebots bei Weiternutzung des Unfallfahrzeugs; Kosten bei teilweiser Klagerücknahme

BGH v. 30.07.2024:
Nachträgliche Zulassung der Berufung nach Anhörungsrüge bei Gehörsverstoß oder fehlendem rechtlichen Gehör zur Zulassungsentscheidung

BGH v. 03.06.2024:
Anforderungen an den Inhalt einer Berufungsbegründung bei mehreren Streitgegenständen im Verkehrsunfallrecht

Amtsgericht Amberg v. 04.12.2021:
Zur Verfahrensgebühr für anwaltliche Tätigkeit bei der Einziehung des Führerscheindokuments nach VV 4142 RVG

Landgericht Bonn v. 30.11.2021:
Zur fehlenden Bindungswirkung einer nachträglichen Berufungszulassung nach Anhörungsrüge

Oberverwaltungsgericht NRW v. 17.11.2020:
Zum Streitwert bei Entziehung der Fahrerlaubnis und Erlöschen/Ruhen der Fahrlehrererlaubnis im Eilverfahren

BGH v. 10.05.2022:
Zur inhaltlichen Anforderungen an eine Berufungsbegründung im Zivilprozess.

Verwaltungsgericht Gelsenkirchen v. 15.06.2020:
Zur Kenntniserlangung der Fahrerlaubnisbehörde von Punkten durch Online-Abfrage.

Oberverwaltungsgericht NRW v. 31.03.2020:
Zur Zulassung der Berufung wegen Begründungsmangels und zur Streitwertfestsetzung bei Klage gegen Gebührenbescheid nach GebOSt

BGH v. 08.03.2022:
Zur Unzulässigkeit der Rechtsbeschwerde wegen unzureichender Berufungsbegründung und Verletzung des Subsidiaritätsprinzips

BGH v. 12.10.2021:
Bemessung des Werts des Beschwerdegegenstands bei Rücktritt und Berücksichtigung von Gegenforderungen

BGH v. 09.06.2020:
Zur Darlegung der grundsätzlichen Bedeutung von Rechtsfragen bei der Nichtzulassungsbeschwerde; Zurechnung des Herstellerverhaltens im Kaufrecht.

OLG München v. 03.02.2025:
Kostenentscheidung bei Erledigung der Berufung durch Urteilsberichtigung und Wegfall der Beschwer

OLG Bamberg v. 31.01.2023:
Zur Verwerfung einer unzulässigen Berufung im Diesel-Abgasskandal-Verfahren

BGH v. 05.08.2025:
Zur Berechnung der Beschwer bei Nichtzulassungsbeschwerde bei dynamischer Nutzungsentschädigung im Dieselskandal

BGH v. 11.02.2025:
Zur Unzulässigkeit der Nichtzulassungsbeschwerde bei Unterschreiten der Beschwergrenze im Schadensersatzprozess (Dieselskandal)

Landgericht Hagen v. 04.02.2025:
Zur Streitwertfestsetzung bei Unterlassungsanspruch wegen Parkbehinderung einer Garage

BGH v. 10.12.2024:
Zur Berechnung des Beschwerdewerts bei einer Nichtzulassungsbeschwerde im Dieselskandal unter Berücksichtigung von Nutzungsvorteilen

Oberverwaltungsgericht NRW v. 26.11.2019:
Zur Streitwertfestsetzung bei Fahrtenbuchauflage für mehrere Fahrzeuge

OLG München v. 30.03.2022:
Zurückweisung der Berufung im Diesel-Skandal wegen fehlender Erfolgsaussicht und Unzulässigkeit neuen Vortrags

Oberverwaltungsgericht NRW v. 23.04.2026:
Zur Darlegung des Arzneimittelprivilegs bei Medizinalcannabis und der Mitwirkungspflicht des Patienten

BGH v. 27.03.2023:
Zur Wertgrenze der Nichtzulassungsbeschwerde bei Klagen auf Schadensersatz wegen unzulässiger Abschalteinrichtungen

BGH v. 13.03.2023:
Zum Beschwerdewert der Nichtzulassungsbeschwerde nach Veräußerung des Streitgegenstands (Fahrzeug)

BGH v. 13.03.2023:
Zum Beschwerdewert der Nichtzulassungsbeschwerde bei Zug-um-Zug-Verurteilung im Diesel-Schadensersatzprozess

BGH v. 22.09.2022:
Reichweite der Revisionszulassung und Erstattungsfähigkeit vorgerichtlicher Rechtsanwaltskosten

BGH v. 11.09.2019:
Streitwert bei Klage auf Ermächtigung zur Geltendmachung übergeleiteter Schadensersatzansprüche zur Vermeidung einer Rückstufung in der Kaskoversicherung

Landgericht Köln v. 27.09.2019:
Zur Kostenlast bei Klagerücknahme nach verspäteter Vorlage von Nachweisen durch den Geschädigten an den Versicherer

OLG Hamm v. 21.01.2016:
Zur Bindungswirkung eines Verweisungsbeschlusses bei willkürlicher oder evident falscher Streitwertfestsetzung

Landgericht Arnsberg v. 11.05.2016:
Berechnung der vorgerichtlichen Rechtsanwaltsgebühren bei Verkehrsunfallschaden und Kaskoversicherung

Verwaltungsgericht Aachen v. 19.12.2024:
Sofortige Vollziehung einer Fahrtenbuchauflage; Anforderungen an den vorläufigen Rechtsschutz

Oberverwaltungsgericht NRW v. 29.10.2024:
Streitwert für Streckenführerschein-Klage und Voraussetzungen für Ausnahme vom Mindestalter (Härtefall, Gleichbehandlung)

Verwaltungsgericht Aachen v. 15.11.2023:
Zur Gebühr für die Ablehnung einer prüfungsfreien Umschreibung einer kosovarischen Fahrerlaubnis

OLG München v. 22.01.2026:
Zur Beschränkung der Berufung auf Wertersatz und Zinsen; Anforderungen an die Widerrufsbelehrung im Fernabsatz

BVerwG v. 18.09.2024:
Gerichtliche Anordnung von Maßnahmen in Luftreinhalteplänen bei NO2-Grenzwertüberschreitung

BVerwG v. 24.06.2026:
Zur Nichtanwendung der Berufungsbegründungsfristen auf Klageänderungen im Berufungsverfahren

Landgericht Deggendorf v. 04.10.2023:
Zurückweisung der Berufung nach § 522 Abs. 2 ZPO wegen Bagatellschadens nach Verkehrsunfall.

OLG Hamm v. 19.10.2021:
Prüffrist des Kfz-Haftpflichtversicherers und Verzugsbegründung bei Unfallschäden; Rechtsmittel gegen Kostenentscheidung

OLG München v. 15.06.2021:
Zur Unzulässigkeit einer Berufung bei fehlender konkreter Auseinandersetzung mit der Verneinung des Schadens durch das Erstgericht

Amtsgericht Landshut v. 25.03.2021:
Auslegung eines deklaratorischen Schuldanerkenntnisses eines Haftpflichtversicherers mit Rückforderungsvorbehalt bei Verkehrsunfallregulierung

BGH v. 28.07.2026:
Zur Zulässigkeit der Berufungsbegründung; Erfordernis der Auseinandersetzung mit den tragenden Gründen des Ersturteils

OLG Nürnberg v. 01.03.2023:
Anforderungen an den Vortrag zu unzulässigen Abschalteinrichtungen und Sittenwidrigkeit im Diesel-Abgasskandal

OLG München v. 17.02.2023:
Abgasskandal: Zurückweisung der Berufung wegen unsubstantiierten Vortrags zu unzulässigen Abschalteinrichtungen

OLG Nürnberg v. 06.02.2023:
Zur Ablehnung der Verfahrensaussetzung in "Dieselgate"-Fällen und der fehlende Schutzgesetzcharakter von Unionsrecht

OLG München v. 14.10.2022:
Zur Zurückweisung einer Berufung im Dieselskandal wegen fehlender Erfolgsaussicht und fehlender Vorlagepflicht an den EuGH

Verwaltungsgericht Köln v. 31.07.2026:
Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung gegen Rabattverbot für Mietwagen-Vermittler bei Mindestbeförderungsentgelt

Verwaltungsgericht Köln v. 24.07.2026:
Zur Wiederherstellung der aufschiebenden Wirkung einer Allgemeinverfügung über Mindestbeförderungsentgelte und zur Verfristung des Widerspruchs

OLG München v. 08.03.2022:
Zur fehlenden Schlüssigkeit des Vortrags zu unzulässigen Abschalteinrichtungen (Prüfstanderkennungssoftware, Thermofenster) bei BMW-Motoren

Amtsgericht Düsseldorf v. 19.09.2016:
Zum Gegenstandswert für vorgerichtliche Anwaltskosten bei Verkehrsunfallschäden: Restwert nicht hinzuzurechnen

VGH München v. 21.07.2026:
Zur Beschränkung der Prüfung im Beschwerdeverfahren auf fristgerecht dargelegte Gründe bei Fahrerlaubnisentzug wegen Alkoholabhängigkeit

VGH München v. 15.07.2026:
Untersagung des Mietwagenverkehrs bei fehlender Genehmigung und persönlicher Unzuverlässigkeit; Streitwertfestsetzung

OLG Schleswig-Holstein v. 17.06.2026:
Kostenverteilung nach Abfindungsvergleich; Feststellungsinteresse bei außergerichtlichem Anerkenntnis der Haftung

Amtsgericht Siegburg v. 26.04.2016:
Anwaltskosten bei fiktiver Abrechnung eines Totalschadens: Abzug des Restwerts bei der Gebührenberechnung

Landgericht Münster v. 06.12.2016:
Berechnung vorgerichtlicher Anwaltskosten bei Totalschaden: Abzug des Restwerts vom Gegenstandswert

OLG Hamm v. 04.05.2023:
Rechtsschutzversicherung: Anforderungen an Berufungsbegründung und Deckungsschutz bei Klagen im Diesel-Skandal

OLG Bamberg v. 19.04.2021:
Zur Anrechnung von Geschäftsgebühren auf die Verfahrensgebühr bei Geltendmachung von Rechtsverfolgungskosten aus Verkehrsunfällen

Amtsgericht Kaufbeuren v. 03.03.2023:
Rechtsschutzversicherung: Erstattung der Mittelgebühr bei OWi-Verfahren mit drohendem Punkteintrag im Fahreignungsregister

BGH v. 31.07.2023:
Zur Berufungsbegründung: Angriff aller tragenden Gründe und Zulässigkeit neuen Tatsachenvortrags

OLG Hamm v. 14.12.2021:
Schadensersatz nach Verkehrsunfall: Überführungskosten, Ersatzmiete und Feststellungsinteresse bei Verjährungshemmung

OLG Düsseldorf v. 13.09.2018:
Unfallflucht: Wartepflicht und Abgrenzung des belanglosen Schadens bei Beschädigung einer Warnbarke

Landgericht Köln v. 13.08.2019:
Zur Abtretung künftiger Kostenerstattungsansprüche an den Verteidiger und zur Bemessung der Verfahrensgebühr im Bußgeldverfahren

BGH v. 09.12.2025:
Abzug des Verkaufserlöses bei der Berechnung der Beschwer für die Nichtzulassungsbeschwerde in Diesel-Fällen.

OLG Düsseldorf v. 26.01.2023:
Streitwert im Dieselskandal: Abschlag bei Feststellungsklage und Anrechnung der Nutzungsentschädigung bei Leistungsklage

BGH v. 17.06.2025:
Nichtzulassungsbeschwerde: Wert der Beschwer bei Streithelfer und Feststellung künftiger Schäden

OLG Köln v. 09.01.2025:
Zur Streitwertbemessung bei Unterlassungsanspruch wegen blockierter Grundstückseinfahrt und Feuerwehrzufahrt

BGH v. 06.02.2024:
Zur einseitigen Erledigungserklärung im Nichtzulassungsbeschwerdeverfahren bei Unterschreitung des Beschwerdewerts durch Nutzungsvorteile

BGH v. 30.01.2024:
Zur Berechnung der Nutzungsentschädigung im Dieselskandal: Ermessen des Tatrichters bei Brutto- oder Nettokaufpreis

BVerwG v. 15.12.2025:
Zur Aufhebung eines Planfeststellungsbeschlusses wegen Verfahrensmängeln bei der Variantenprüfung und der Existenzgefährdung

BVerwG v. 15.07.2026:
Zur Bewältigung von Auswirkungen von Straßenbaumaßnahmen auf die Verkehrsführung im Planfeststellungsverfahren

Oberverwaltungsgericht NRW v. 02.07.2024:
Zur Bestimmtheit eines Antrags auf Sondernutzungserlaubnis für Wahlwerbung mit PKW-Anhänger und Ermessensausübung

Verwaltungsgericht Düsseldorf v. 13.09.2023:
Pflicht zur Abänderung einer Telekommunikationslinie bei geplanter Verkehrswegänderung durch den Straßenbaulastträger

OLG Hamm v. 14.08.2023:
Zur Identität des Streitgegenstands, perpetuatio fori, Gerichtsstand und Klageänderung bei Widerruf eines Verbraucherdarlehensvertrags

Verwaltungsgericht Köln v. 06.12.2021:
Zur Nacherhebung von Lkw-Maut-Gebühren und den Voraussetzungen der Aussetzung der Vollziehung

Oberverwaltungsgericht NRW v. 17.11.2023:
Planfeststellung: Teilbarkeit von Vorhaben, Planänderungen und Abwägungsgebot bei Straßenbau

Oberverwaltungsgericht NRW v. 13.07.2023:
Zur summarischen Prüfung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans im vorläufigen Rechtsschutzverfahren und dem planungsrechtlichen Rücksichtnahmegebot

BVerwG v. 15.12.2025:
Zur Aufhebung eines Planfeststellungsbeschlusses wegen Verfahrensmängeln bei der Variantenprüfung und Existenzgefährdung landwirtschaftlicher Betriebe

BVerwG v. 13.12.2024:
Zur Gleichwertigkeit eines mittleren Schulabschlusses mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung für die Fahrlehrerprüfung

Oberverwaltungsgericht NRW v. 18.11.2022:
Zur Berücksichtigung von Verkehrslärm bei der Prüfung des Rücksichtnahmegebots nach TA Lärm

BGH v. 14.11.2022:
Berechnung der Beschwer für die Revision bei Schadensersatzansprüchen wegen unzulässiger Abschalteinrichtungen und Abzug der Nutzungsentschädigung

OLG Düsseldorf v. 09.12.2021:
Streitwertfestsetzung bei Widerruf eines Kfz-Finanzierungsdarlehens: Restschuldversicherung und Hilfsanträge

- nach oben -



Datenschutz    Impressum