Das Verkehrslexikon

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Verkehrsrechtliche Anordnungen von Grenzmarkierungen bzw. deren Verlängerung und von Parkflächenmarkierungen




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Stichwörter zum Thema Parken

Verkehrsrechtliche Anordnungen von Halt- und Parkeinschränkungen

Das Parken vor fremden Grundstücken, insbesondere vor Garagen oder Carports

Parkflächenmarkierungen

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Allgemeines:


BVerwG v. 22.01.1971:
Der Anlieger, der seine Garagenausfahrt nicht benutzen kann, wenn auf der gegenüberliegenden Seite der Straße Fahrzeuge parken, hat gegen die Straßenverkehrsbehörde einen Anspruch auf ermessensfehlerfreie Entschließung darüber, ob und gegebenenfalls welche Maßnahmen zur Beseitigung dieser Behinderung zu treffen sind. StVO § 4 Abs 1 Satz 1 schützt insoweit auch die Interessen eines einzelnen.

VGH Mannheim v. 26.04.2002:
Zum Anspruch eines Straßenanliegers auf Anbringung bzw Verlängerung einer Grenzmarkierung für Parkverbot (Zeichen 299 StVO) auf der der Grundstückseinfahrt und -ausfahrt gegenüberliegenden Straßenseite. Auf der der Grundstückseinfahrt und -ausfahrt gegenüberliegenden Straßenseite besteht jedenfalls dann noch nicht ein gesetzliches Parkverbot nach § 12 Abs 3 Nr 3 StVO, wenn beim Ein- und Ausfahren nur ein zweimaliges Rangieren erforderlich ist.

VG Würzburg v. 19.01.2011:
Eine Grenzmarkierung (Zeichen 299, lfd. Nr. 73 der Anlage 2 zu § 41 Abs. 1 StVO) hat ausnahmsweise konstitutive Bedeutung, wenn im Einzelfall ein ansonsten kraft Gesetzes bestehender Parkverbotsbereich (hier nach § 12 Abs. 3 Nr. 3 StVO) verkürzt wird. Die kraft Gesetzes bestehende Parkverbotsstrecke wird durch die Zickzacklinie des Zeichens 299 konkret markiert und mit der Wirkung verkürzt, dass außerhalb der Grenzmarkierung kein Parkverbot besteht. Der Eigentümer hat ausnahmsweise einen Anspruch darauf, dass bei einer schmalen Fahrbahn gegenüber seiner Grundstücksein- und -ausfahrt eine bestehende Grenzmarkierung verlängert wird.

VGH München v. 25.07.2011:
Einer Anordnung der beantragten Grenzmarkierung stehen jedoch die Vorschriften des § 39 Abs. 1 und § 45 Abs. 9 Satz 1 StVO entgegen, nach denen Verkehrszeichen nur dort anzuordnen sind, wo dies aufgrund der besonderen Umstände zwingend geboten ist. Diese Regelungen zielen darauf ab, die allgemeinen Verhaltensvorschriften im Straßenverkehr im Bewusstsein der Verkehrsteilnehmer aufzuwerten und die "Subsidiarität der Verkehrszeichenanordnung" zu verdeutlichen (vgl. die Begründung des Bundesrates, VkBl. 1997,687,689 Nr. 9 und 690 Nr. 22). "Zwingend geboten" ist ein Verkehrszeichen unter Berücksichtigung dieses Regelungszwecks und des Wortlauts der Vorschriften daher nur dann, wenn das Verkehrszeichen die zur Gefahrenabwehr unbedingt erforderliche und allein in Betracht kommende Maßnahme ist. Das ist nicht der Fall, wenn die allgemeinen und besonderen Verhaltensregeln der Straßenverkehrsordnung - wie z.B. die Regelungen über das Halten und Parken in § 12 StVO - mit hinreichender Wahrscheinlichkeit einen sicheren und geordneten Verkehrsablauf gewährleisten.

BVerwG v. 01.07.2020:
Zur materiell-rechtlichen Teilbarkeit einer straßenverkehrsrechtlichen Anordnung bei Anfechtung eines Zusatzzeichens

Landgericht Köln v. 30.01.2024:
Zum Anscheinsbeweis bei Kollision mit aus Grundstück Ausfahrendem und Wendendem (§ 10 StVO)

Amtsgericht Essen v. 09.03.2022:
Zur Haftungsverteilung bei Kollision beim Einfahren aus Grundstücksausfahrt in Fahrradschutzstreifen auf der Fahrbahn

Landgericht Hagen v. 04.02.2025:
Zur Streitwertfestsetzung bei Unterlassungsanspruch wegen Parkbehinderung einer Garage

BVerwG v. 24.01.2019:
Zur Bestimmtheit und Auslegung des Begriffs „schmale Fahrbahn“ in § 12 Abs. 3 Nr. 3 Halbs. 2 StVO

Amtsgericht Arnsberg v. 01.08.2018:
Unterlassungsanspruch gegen Fahrzeughalter bei wiederholtem unberechtigtem Parken auf Privatparkplätzen

Landgericht Wuppertal v. 27.04.2016:
Volles Zurücktreten der Betriebsgefahr bei Parkplatzkollision durch Verlassen der Parkplatzmarkierung

Verwaltungsgericht Köln v. 01.03.2024:
Zur Anordnung einer Grenzmarkierung (Zeichen 299) für ein Parkverbot bei Grundstücksein- und -ausfahrten

Verwaltungsgericht München v. 22.07.2026:
Zur Ermessensausübung bei der Erteilung von Bewohnerparkausweisen und der Berücksichtigung privater Stellplätze

Verwaltungsgericht Düsseldorf v. 18.06.2026:
Zur Ermessensentscheidung über Bewohnerparkregelungen und die Berücksichtigung von Anwohnerbefragungen

Verwaltungsgericht Gelsenkirchen v. 19.12.2024:
Zur Notwendigkeit eines Halteverbots bei unzureichender Fahrbahnbreite für landwirtschaftliche Fahrzeuge aufgrund örtlicher Besonderheiten

Verwaltungsgericht Gelsenkirchen v. 05.11.2024:
Anspruch auf Schwerbehindertenparkplatz: Parkverbot vor Bordsteinabsenkung gilt auch für Zufahrtsberechtigte

Oberverwaltungsgericht NRW v. 11.10.2024:
Kein Anspruch auf Einrichtung oder Erhalt von Parkmöglichkeiten auf öffentlichen Straßen aus Anlieger- oder Gemeingebrauch

Verwaltungsgericht Aachen v. 23.08.2024:
Zur Antragsbefugnis eines Fußgängers oder Anliegers gegen Haltverbote für Kraftfahrzeuge

Verwaltungsgericht Köln v. 14.02.2024:
Zur Ermessensausübung bei der Ablehnung einer Sondernutzungserlaubnis für eine Grundstückszufahrt (Gehwegabsenkung)

Verwaltungsgericht Düsseldorf v. 06.02.2024:
Zur Einrichtung eines Schwerbehindertenparkplatzes und dem fehlenden qualifizierten Interesse eines Anliegers an Parkmöglichkeiten

Verwaltungsgericht Gelsenkirchen v. 06.04.2023:
Zur Annahme einer schmalen Fahrbahn i.S.d. § 12 Abs. 3 StVO und dem Anspruch auf verkehrsrechtliche Maßnahmen.

Verwaltungsgericht Düsseldorf v. 25.01.2022:
Qualifizierte Anliegerinteressen bei verkehrsrechtlichen Anordnungen nach § 45 StVO

Oberverwaltungsgericht NRW v. 09.02.2026:
Sondernutzungserlaubnis für Gehwegüberfahrt: Ermessen der Straßenbaubehörde bei Stellplatzgröße und E-Ladefunktion

Verwaltungsgericht Köln v. 01.12.2025:
Zur Erteilung einer Sondernutzungserlaubnis für eine Grundstückszufahrt und die Grenzen der Ermessensreduzierung auf Null

Verwaltungsgericht Aachen v. 26.07.2024:
Antragsbefugnis für einstweilige Anordnung zur Wiederherstellung von Parkflächen

Verwaltungsgericht Köln v. 03.04.2024:
Schließung einer Grundstückszufahrt und Folgenbeseitigungsanspruch

Oberverwaltungsgericht NRW v. 12.08.2020:
Zur Zulassung der Berufung bei fehlendem Anspruch auf Straßenmarkierung für Grundstückseinfahrt mangels schmaler Fahrbahn

Verwaltungsgericht Köln v. 29.05.2020:
Zur Verlängerung einer Parkverbotsmarkierung gegenüber einer Grundstückszufahrt

Verwaltungsgericht Gelsenkirchen v. 12.07.2018:
Zum Anspruch eines Straßenanliegers auf exklusiven Parkplatz vor dem eigenen Haus auf öffentlicher Straße

Verwaltungsgericht Düsseldorf v. 30.05.2017:
Zur Reichweite von Grenzmarkierungen an Haltestellen und der Anordnung von Verkehrszeichen

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