OLG Karlsruhe v. 18.01.2013:
Zwar sehen die AKB 2009 eine Erstattung von Abschleppkosten nur im Fall der Beschädigung des Fahrzeugs vor (Ziffer A.2.7.2 AKB 2009), nicht jedoch bei einer Abrechnung auf Totalschadensbasis. Die Abschleppkosten sind aber unter dem rechtlichen Gesichtspunkt des Aufwendungsersatzes nach § 83 Abs. 1 VVG zu erstatten, wenn das Abschleppen in eine Werkstatt der Verwertung des Restwerts dient, weil er nur durch Entfernen vom Unfallort und Verbringung nach dort erzielbar ist. Dann handelt es sich um Kosten, die der Geringhaltung des Schadens dienen, die Voraussetzung dafür sind, dass überhaupt ein Restwert, wie vorliegend gegeben, realisiert werden kann.
OLG Hamm v. 11.10.2013:
Die Verbindlichkeit des Schutzbriefversicherers beschränkt sich im Hinblick auf den Rücktransport eines beschädigten Fahrzeugs auf die Sicherstellung einer entsprechenden Dienstleistung. Zur Erfüllung einer eigenen Verbindlichkeit iSd § 278 Satz 1 BGB wird er damit nur bei der Auswahl und Beauftragung einer Drittfirma (Transportunternehmen) tätig. Die in Auftrag gegebene Transporttätigkeit als solche stellt hingegen keine eigene Verbindlichkeit des Schutzbriefversicherers dar, so dass er für Fehler des beauftragten Dritten nicht nach § 278 Satz 1 BGB einzustehen hat.
OLG Karlsruhe v. 17.12.2015:
Ein Versicherungsnehmer hat gegenüber einer Vollkaskoversicherung keinen Aufwendungsersatzanspruch aus § 83 VVG hinsichtlich der Kosten einer Abschleppmaßnahme, wenn das versicherte Fahrzeug weitgehend zerstört ist und erkennbar über keinen relevanten Restwert mehr verfügt.
Amtsgericht Böblingen v. 09.12.2020:
Zur Angemessenheit von Abschleppkosten und dem Anspruch auf Zahlung der Differenz bei überhöhten Forderungen
Amtsgericht Herford v. 13.06.2022:
Schadenminderungspflicht bei Abschleppkosten für Leasingfahrzeuge bei Weisungsgebundenheit gegenüber der Leasinggesellschaft.
Amtsgericht Langenfeld v. 02.06.2017:
Keine Erforderlichkeit von Abschleppkosten bei Verbringung des Unfallfahrzeugs an weit entfernten Ort bei Unfall in Wohnsitznähe
OLG Saarbrücken v. 12.08.2026:
Zum Nachweis eines Wildunfalls in der Kfz-Versicherung und Ersatz von Rettungskosten bei unmittelbar bevorstehendem Versicherungsfall
Amtsgericht Siegburg v. 14.04.2016:
Zum Ersatz von Abschleppkosten zur Heimatwerkstatt trotz Schadensminderungspflicht bei drohenden Mehrkosten für Abholung
Amtsgericht Remscheid v. 06.01.2025:
Zur Erstattungsfähigkeit von Verbringungskosten durch Werkstatt aus abgetretenem Recht bei unbeglichener Rechnung und fehlendem Vertrauensschutz.
OLG Hamm v. 11.09.2023:
Zur Berechnung der Versicherungsleistung bei Vollkaskoschaden: Umsatzsteuererstattung bei fiktiver Abrechnung und Ersatzbeschaffung
Amtsgericht Wuppertal v. 28.05.2026:
Zur bereicherungsrechtlichen Rückabwicklung von Abschleppkosten bei Abtretung des Anspruchs an das Abschleppunternehmen
OLG Hamm v. 14.12.2021:
Schadensersatz nach Verkehrsunfall: Überführungskosten, Ersatzmiete und Feststellungsinteresse bei Verjährungshemmung
Verwaltungsgericht Köln v. 14.02.2025:
Zur Kostentragungspflicht einer Kfz-Haftpflichtversicherung für Ersatzvornahme bei Umweltverschmutzung durch Versicherungsnehmer
Amtsgericht Ahlen v. 06.11.2015:
Abschleppkosten: Begrenzung auf nächstgelegene Werkstatt; Mietwagenkosten: Schätzung nach Mittelwert aus Schwacke und Fraunhofer.
Amtsgericht Viersen v. 20.03.2015:
Zur Angemessenheit von Abschleppkosten nach einem Verkehrsunfall und Erlöschen des Schadensersatzanspruchs durch Erfüllung
Amtsgericht Düsseldorf v. 23.04.2014:
Schadenersatz nach Verkehrsunfall: Wiederbeschaffungswert, Abschleppkosten und Berücksichtigung von Restwertangeboten
Amtsgericht Köln v. 11.10.2013:
Unwirksamkeit einer AGB-Klausel zur Abtretung von Ansprüchen gegen Automobilclubs an ein Abschleppunternehmen
OLG Hamm v. 11.10.2013:
Zur Haftung des Schutzbriefversicherers für Schäden beim Rücktransport des Fahrzeugs durch ein beauftragtes Unternehmen (§ 278 BGB)
Amtsgericht Moers v. 22.08.2013:
Zur Schätzung der erforderlichen Abschleppkosten nach einem Verkehrsunfall anhand der Preis- und Strukturumfrage des VBA
Amtsgericht Düsseldorf v. 15.07.2013:
Zur Auslegung des Begriffs 'ständiger Wohnsitz' bei juristischen Personen im Rahmen der 50 km-Luftlinien-Klausel in AVB